Bundestag soll weitere Planung für neue ICE-Strecke Augsburg–Ulm auf den Weg bringen
Nach jahrelangen Vorarbeiten der Deutschen Bahn will der Bundestag am Donnerstagabend über die nächsten Schritte für die geplante ICE-Neubaustrecke zwischen Augsburg und Ulm entscheiden. Bereits am Mittwoch hatte sich der Verkehrsausschuss mit dem Vorhaben beschäftigt. Die Abgeordneten der schwarz-roten Koalition sprachen sich dabei dafür aus, dem Großprojekt den Weg für die weitere Planung zu ebnen.
Mit der neuen Trasse soll sich die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Augsburg und Ulm deutlich verkürzen. Künftig könnten ICE-Züge die Strecke in nur noch 26 Minuten zurücklegen, derzeit dauert die Fahrt noch mehr als 40 Minuten. Vorgesehen ist ein Ausbau für Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde. Nach aktueller Einschätzung der Bahn liegen die Kosten bei mindestens 8,2 Milliarden Euro.
Kosten könnten noch deutlich steigen
Allerdings gibt es bereits Berechnungen, nach denen das Projekt wegen erwarteter Preissteigerungen in den kommenden Jahren am Ende bis zu 13,3 Milliarden Euro kosten könnte. Offen ist bislang sowohl, wann die notwendigen Mittel im Bundeshaushalt bereitgestellt werden, als auch wann der eigentliche Bau beginnen kann.
Da die angestrebten Verbesserungen allein über eine Modernisierung der bestehenden Strecke nicht erreichbar sind, soll eine neue Trasse entlang der Autobahn 8 zwischen München und Stuttgart entstehen. Die rund 170 Jahre alte Bestandsstrecke soll weiterhin vor allem vom Regionalverkehr genutzt werden.

Die Deutsche Bahn hatte die Vorplanung im vergangenen Jahr abgeschlossen. Seit 2019 waren mehrere Varianten geprüft worden, am Ende wurde eine Vorzugstrasse festgelegt. Für genau diese Strecke soll der Bundestag nun grünes Licht geben, damit im nächsten Schritt die konkreten Baupläne ausgearbeitet werden können.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion