Wirtschaft

Burger King greift wieder nach neuen Filialen

Nach Corona und Inflation wagt Burger King in Deutschland den nächsten großen Schritt – und holt eine alte Expansion jetzt nach.

14.07.2026, 05:00 Uhr

Burger King will in Deutschland wieder kräftig expandieren

Burger King plant, seine in den vergangenen Jahren gebremste Expansion in Deutschland wieder aufzunehmen. Nach den Belastungen durch Corona-Pandemie und hohe Inflation soll das Wachstum nun deutlich anziehen. Deutschland-Chef Andreas Bork sagte anlässlich des 50. Jubiläums des ersten deutschen Burger-King-Restaurants in Berlin, aktuell spreche alles für einen Ausbau des Geschäfts.

Nach Unternehmensangaben betreibt Burger King derzeit 760 Restaurants in Deutschland. Der Großteil davon wird – wie in der Systemgastronomie üblich – von Franchisepartnern geführt, die unter der Marke arbeiten, aber wirtschaftlich eigenständig sind. Marktführer bleibt McDonald’s mit mehr als 1.500 Standorten bundesweit. Laut Schätzungen des Fachportals Food Service setzte Burger King im vergangenen Jahr hierzulande rund 1,3 Milliarden Euro um und lag damit ebenfalls auf Rang zwei. Die Deutschland-Zentrale des Unternehmens befindet sich in Hannover.

Noch viele unbesetzte Standorte

Bork erklärte, dass das Wachstum zuletzt eher moderat ausgefallen sei, weil Burger King zunächst verstärkt in das bestehende Filialnetz investiert habe. Zugleich sieht der Manager in Deutschland weiterhin erhebliches Potenzial. Im Vergleich zu Ländern wie Spanien, wo es bei rund 48 Millionen Einwohnern etwa 1.000 Burger-King-Restaurants gibt, seien in vielen deutschen Groß- und Mittelstädten noch Lücken auf der Landkarte.

Bereits 2019 hatte sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, in Deutschland auf 1.000 Restaurants zu kommen. Kurz darauf traf jedoch die Pandemie die gesamte Gastronomiebranche hart. Danach folgten der Ukraine-Krieg und eine Phase stark steigender Kosten. Inzwischen habe sich die Lage etwas beruhigt, sagte Bork, auch wenn die vergangenen Jahre äußerst schwierig gewesen seien.

Neue Zielzahl bleibt offen

Eine konkrete Zahl für künftige Neueröffnungen nannte Burger King zunächst nicht. Klar sei aber, dass das Unternehmen sowohl mit eigenen Restaurants als auch gemeinsam mit Franchisenehmern spürbar wachsen wolle. Für den Konzern bleibe Deutschland einer der wichtigsten Märkte weltweit. Bork verwies zudem darauf, dass die Systemgastronomie in den vergangenen zwei bis zweieinhalb Jahrzehnten praktisch durchgehend gewachsen sei.

Mehr als nur Burger, Pommes und Cola

Nach Einschätzung des Deutschland-Chefs reichen klassische Fast-Food-Angebote allein inzwischen nicht mehr aus, um alle Gäste zufriedenzustellen. Zwar gebe es weiterhin viele Kunden, die vor allem wegen der bekannten Standardprodukte kämen. Gleichzeitig wachse aber der Wunsch nach neuen und abwechslungsreicheren Angeboten.

Burger King hat deshalb sein Sortiment in mehreren Bereichen erweitert. Besonders stark ausgebaut wurde das Angebot an vegetarischen und pflanzenbasierten Produkten. Daneben setzt die Kette auch auf zusätzliche Impulse bei Frühstück, Snacks und Getränken. Laut Bork wird inzwischen jeder vierte Long Chicken sowie jeder fünfte Whopper mit pflanzlichem Patty verkauft. Das sei inzwischen ein wichtiger Teil des Sortiments und bringe nachweislich zusätzliche Kundschaft in die Restaurants.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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