Basketball

Basketball-WM schlägt Schule

Konferenz? Muss warten! Für Alexandra Wilke zählt gerade nur die Basketball-WM in Berlin – und jetzt wird es richtig groß.

11.09.2026, 05:46 Uhr

Eigentlich wäre Alexandra Wilke derzeit in Karlsruhe gefragt: Am Helmholtz-Gymnasium findet zum Ende der Sommerferien eine Konferenz statt. Doch für die 29-jährige Lehrerin hat momentan etwas anderes Vorrang. Die Mathematik- und Sportlehrerin bereitet sich in Berlin mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft auf das WM-Halbfinale gegen Frankreich an diesem Samstag um 16.30 Uhr vor.

Nach dem deutlichen und unerwarteten 93:74-Erfolg im Viertelfinale gegen Belgien sagte Wilke, dass sie die Konferenz ausnahmsweise verpassen dürfe. Aus der Schule und von ihren Schülerinnen und Schülern erhalte sie derzeit zahlreiche Nachrichten. Das Interesse an ihrem WM-Auftritt sei groß, berichtete sie.

Wilke erklärte, dass ihr die klare Trennung zwischen Beruf und Sport helfe. Wenn sie beim Basketball sei, konzentriere sie sich vollständig auf das Spiel. In der Schule gelte ihre Aufmerksamkeit dagegen nur dem Unterricht. Neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin spielt sie in der Bundesliga für den deutschen Meister Rutronik Stars Keltern.

Freier Tag im Fall des Finaleinzugs

In Berlin zahlt sich diese Konzentration bislang aus. Beim Sieg gegen Belgien gehörte Wilke mit zehn Punkten zu den auffälligsten deutschen Spielerinnen. Auch an ihrer Schule wird das Turnier aufmerksam verfolgt, und die Schulleitung zeigt sich stolz.

Wilke sagte zudem, ihr sei bereits signalisiert worden, dass man im Fall eines Finales am Sonntag auch noch über den Montag sprechen könne. Dann beginnt in Baden-Württemberg wieder die Schule. Sollte Deutschland tatsächlich den Titel holen, könnte Wilke also womöglich einen Tag später aus den Ferien zurückkehren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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