Basketball

Mali abgefertigt: So stürmen die Basketballerinnen weiter

Minimalziel erreicht – jetzt wird’s richtig spannend: Deutschlands Basketballerinnen stürmen bei der Heim-WM Richtung Viertelfinale.

07.09.2026, 19:40 Uhr

DBB-Frauen nach klarem Mali-Sieg in der Zwischenrunde – gegen Südkorea geht es ums Viertelfinale

Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Heim-WM in Berlin das Minimalziel erreicht und sich mit einem deutlichen Erfolg über Mali für die Zwischenrunde qualifiziert. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange setzte sich in der ausverkauften Uber Arena mit 83:58 (49:32) durch, wurde Gruppenzweiter und feierte danach mit den Fans. Unter den 12.550 Zuschauern war auch Welt- und Europameister Dennis Schröder. Parallel gewann Spanien mit 79:59 gegen Japan und zog als Gruppensieger direkt ins Viertelfinale ein.

Schon am Dienstag wartet Südkorea

Für die deutsche Auswahl geht es nun bereits am Dienstagabend um 20.45 Uhr gegen Südkorea weiter. In diesem Duell fällt die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale, wo Belgien warten würde. Olaf Lange machte nach dem Mali-Spiel deutlich, dass für große Feierlichkeiten keine Zeit bleibt: Die Mannschaft müsse sich schnell erholen, weil es schon am nächsten Morgen in die Vorbereitung auf das nächste K.-o.-Spiel gehe.

Sollte Deutschland auch Südkorea schlagen, käme es am Donnerstag zum Viertelfinale gegen den Europameister aus Belgien. Ein möglicher Halbfinalgegner wäre Frankreich. Auf Topfavorit USA mit Caitlin Clark könnte die DBB-Auswahl frühestens im Finale am Sonntag treffen.

Lange sieht Parallelen zu Japan

Mit Blick auf Südkorea verwies der Bundestrainer auf Ähnlichkeiten im Spielstil asiatischer Teams. Deutschland habe gegen Japan bereits wichtige Erfahrungen gesammelt, nun müsse der Fokus erneut auf starken Distanzschützinnen liegen. Südkorea hatte seine Vorrundengruppe auf Rang drei beendet.

Deutschland von Beginn an überlegen

Gegen Mali war von der hohen Belastung nichts zu sehen. Lange hatte vor der Partie noch vor der Athletik, Physis und Dynamik des Gegners gewarnt, doch sein Team stellte sich von Beginn an gut darauf ein. Auch Alexis Peterson gehörte nach überstandener Lebensmittelvergiftung wieder zum Kader und führte nach ihrer Einwechslung von der Bank aus sicher Regie.

Der Außenseiter aus Mali, der zuvor überraschend Spanien bezwungen hatte, geriet früh unter Druck. Deutschland kontrollierte das Spiel und lag nach dem ersten Viertel mit 23:18 vorne. Vor allem Luisa Geiselsöder fand deutlich besser in die Partie als in den ersten beiden Spielen und steuerte schon im Auftaktabschnitt wichtige Punkte bei.

Starke Dreier bringen Deutschland auf Kurs

Im zweiten Viertel baute die DBB-Auswahl den Vorsprung konsequent aus. Besonders aus der Distanz lief es stark: Noch vor der Pause traf Deutschland 47 Prozent seiner Dreipunktwürfe. Allein Frieda Bühner versenkte in dieser Phase drei Dreier und bestätigte damit ihre starke Form. Zur Halbzeit führte Deutschland bereits komfortabel mit 49:32.

Schröder zeigte sich schon während der Partie angetan vom Auftritt der Gastgeberinnen. Nach seiner Einschätzung werde das Team von Spiel zu Spiel besser – genau das brauche es in einem solchen Turnier.

Sieg gerät nie mehr in Gefahr

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Deutschland klar tonangebend. In der Defensive ließ die Mannschaft Mali kaum zu einfachen Würfen kommen, offensiv fand Geiselsöder immer mehr ihren Rhythmus. So konnte Lange mit Blick auf das anstehende K.-o.-Spiel sogar seinen Leistungsträgerinnen Leonie Fiebich und Nyara Sabally einige Pausen gönnen.

Beste Werferin war Frieda Bühner mit 21 Punkten, Luisa Geiselsöder kam auf 17 Zähler. Geiselsöder erhielt anschließend von Dennis Schröder auch die Auszeichnung als Spielerin des Spiels.

Zu den Klängen von Tokio Hotel und den Toten Hosen fiel die Freude in Berlin zwar kurz, aber spürbar aus. Viel Zeit zum Genießen bleibt den deutschen Basketballerinnen jedoch nicht – das Viertelfinale ist nur noch einen Sieg entfernt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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