Ukrainische Kampfdrohnen haben in der Nacht offenbar zwei Öldepots in Russland getroffen und Brände ausgelöst. Nach Angaben russischer Behörden brach in der Region Twer während der Abwehr eines Drohnenangriffs ein Feuer in einem der Reservoirs der dortigen Ölbasis aus. Gouverneur Witali Koroljow zufolge waren Einsatzkräfte weiterhin mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Auch in der südrussischen Region Stawropol geriet ein Öldepot in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow hatte zunächst nur von einem Feuer in einem Industrieobjekt im Ort Wjasniki nördlich der Regionalhauptstadt gesprochen. Später erklärte er, die Flammen hätten auf Treibstoffreservoirs übergegriffen. Aus Sicherheitsgründen müssten angrenzende Straßenzüge geräumt werden.
Darüber hinaus wurden nach russischen Angaben erneut Schiffe im Asowschen Meer Ziel ukrainischer Drohnen. Der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, meldete zwei weitere Einschläge auf Öltankern. Wegen ausgebrochener Brände seien die Besatzungen in Sicherheit gebracht worden. Bereits am Vortag hatte er von Angriffen auf zwei Schiffe berichtet, während ukrainische Drohneneinheiten gleichzeitig von Treffern auf insgesamt neun Schiffen sprachen.
Kiew bestätigt Angriffe
Der ukrainische Generalstab bestätigte später die neuen Attacken auf die Schiffe, nannte dabei jedoch deutlich höhere Zahlen als die russischen Behörden. Nach Darstellung Kiews wurden zwölf Tanker, ein Schlepper und ein Trockenfrachter auf See getroffen. Die betroffenen Schiffe seien zur Versorgung des russischen Militärs mit Treibstoff sowie zur Umgehung der Sanktionen gegen russische Ölexporte genutzt worden, hieß es bei Telegram.
Zudem teilte der Generalstab mit, dass ukrainische Drohnen auch ein Ölumschlagterminal im Gebiet Rostow getroffen und in Brand gesetzt hätten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber