Die dritte Stierhatz beim diesjährigen San-Fermín-Fest in Pamplona hat die Einsatzkräfte besonders stark gefordert. Nach Angaben der Veranstalter wurden bei dem Lauf durch die engen Straßen der nordspanischen Stadt 13 Teilnehmer schwerer verletzt. Unter ihnen war auch ein 29-jähriger US-Amerikaner, der am linken Arm von einem Horn getroffen wurde.
Wie weiter mitgeteilt wurde, handelte es sich bei allen Verletzten um Männer zwischen 18 und 68 Jahren. Die meisten kamen mit Prellungen, Quetschungen, Schnittverletzungen und Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Ein 23-Jähriger erlitt zudem eine Gehirnerschütterung.
Letzter tödlicher Unfall im Jahr 2009
Das Fest zu Ehren des Stadtpatrons San Fermín begann am Montag und dauert noch bis zum kommenden Dienstag. Jeden Morgen werden sechs Kampfbullen, teils mit einem Gewicht von mehr als 600 Kilogramm, gemeinsam mit zahmen Leitochsen durch die Altstadt in Richtung Arena getrieben, wo später am Tag die Stierkämpfe stattfinden.
Auf der etwa 825 Meter langen Strecke kommt es jedes Jahr zu Verletzungen unter den meist jungen Läufern, die sich der gefährlichen Mutprobe stellen. Seit 1924 wurden 16 Todesopfer gezählt, zuletzt im Jahr 2009. In den meisten Fällen waren Hornverletzungen die Ursache.
Auch in diesem Jahr gab es erneut Proteste von Tierschutzorganisationen gegen die traditionsreiche Veranstaltung. Das Fest existiert bereits seit 1591, ist inzwischen jedoch auch in Spanien zunehmend umstritten. Ungeachtet dessen zieht San Fermín weiterhin Zehntausende Besucher aus aller Welt an, insbesondere aus Europa, Asien, Australien und den USA. Internationale Bekanntheit erhielt Pamplona auch durch Ernest Hemingway, der die Stadt in seinem Roman „Fiesta“ aus dem Jahr 1926 verewigte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber