Nach der Explosion in Monaco, bei der drei Menschen schwer verletzt wurden, ist eine international gesuchte Frau in der Ukraine tot entdeckt worden. Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes SBU führte die Aussage eines Verdächtigen die Ermittler zu dem Fundort. Die Tote wies demnach eine Schussverletzung am Kopf auf; zudem wurden Patronenhülsen sichergestellt.
Wie die Behörden weiter mitteilten, wurden zwei mutmaßlich Beteiligte festgenommen. Bei einem der Männer soll es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR handeln, beim zweiten um einen früheren Angehörigen von Sicherheitsbehörden. Sämtliche Erkenntnisse seien inzwischen an die Ermittler in Monaco weitergegeben worden.
Frau war erst vor wenigen Tagen in die Ukraine eingereist
Auslöser der Ermittlungen war eine Explosion am Montag der vergangenen Woche im Fürstentum Monaco. Dabei wurden nach Medienberichten ein aus der Ukraine stammender Millionär, seine Partnerin und der Sohn des Paares schwer verletzt. Gegen die Frau, die nun tot gefunden wurde, hatte Interpol wegen versuchten Tötungsdelikts und eines Sprengstoffverbrechens fahnden lassen. Im Zuge der Suche wurde auch eine von ihr gemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis in Deutschland durchsucht.
Nach den vorliegenden Informationen war die Frau am vergangenen Mittwoch in die Ukraine eingereist. Dort soll sie anschließend Kontakt zu Verwandten sowie zu den nun festgenommenen Verdächtigen gehabt haben. Diese sollen Geld auf ihr Bankkonto und auf Krypto-Wallets überwiesen haben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber