Fußball

Zurück in die Bundesliga? Was plant Glasner jetzt?

Titel-Held Oliver Glasner schweigt zu seiner Zukunft: Verlässt er Crystal Palace jetzt – und welcher Top-Club wartet schon?

28.05.2026, 11:11 Uhr

Glasners Zukunft nach Palace-Triumph weiter offen

Oliver Glasner kostete den Moment in Leipzig noch einmal voll aus. Sein Bauch-Rutscher durch das Spalier seiner Spieler wirkte fast wie ein Vorgeschmack auf den Abschied bei Crystal Palace. Nach dem Gewinn der Conference League deutet weiterhin vieles darauf hin, dass seine Zeit beim Londoner Club endet. Noch eine große Feier, ein wohl verkateter Rückflug, ein letztes Goodbye – viel mehr scheint kaum noch zu kommen. "Ich kann schon ganz gut die Sau rauslassen", kündigte der Österreicher nach dem Finale an, bevor er gegen 1 Uhr in der Leipziger Nacht verschwand.

Konkreter wurde der 51-Jährige bei Fragen nach seiner Zukunft nicht. Nur eines machte er deutlich: Eine Kehrtwende und damit ein Verbleib bei Palace nach dem dritten Titel in zwei Jahren sind für ihn kein Thema. Zugleich verwies Glasner darauf, wie schnell Aussagen im Fußball überholt sein können. Ob er sich eine Pause nimmt oder direkt den nächsten Club übernimmt, ließ er offen.

Gerüchte um Leverkusen und Mailand

Nach dem 1:0 im Conference-League-Finale gegen Rayo Vallecano dürfte Glasner mehrere Optionen haben. Sein Name wird weiter mit Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht. Dort könnte sich auf der Trainerposition etwas bewegen: Kasper Hjulmand soll vor dem Aus stehen, zudem soll Wunschkandidat Filipe Luís laut einem französischen Medienbericht zur AS Monaco wechseln.

Auch die AC Mailand wird als möglicher neuer Arbeitgeber genannt. Beim italienischen Traditionsclub läuft nach dem Verpassen der Champions League ein größerer Umbau im sportlichen Bereich.

Glasner selbst betonte allerdings, dass er sich mit der Zeit nach dem Europapokal-Finale noch gar nicht ernsthaft beschäftigt habe. Ihm hätten Lust und Energie gefehlt, um mit anderen Vereinen zu sprechen. Zunächst gehe es leicht verkatert zurück nach London, dann müsse er seine Wohnung räumen und anschließend zur Familie fahren. Mit Eintracht Frankfurt hatte er bereits 2022 die Europa League gewonnen.

Vom streitbaren Coach zum Titelsammler

Glasner gilt als Trainer mit klaren Vorstellungen, der Diskussionen mit Vereinsverantwortlichen nicht scheut. Gleichzeitig ist er längst zum Titelsammler geworden. Vor seiner Amtszeit hatte Crystal Palace keinen bedeutenden Titel geholt, nun verlässt er den Club womöglich mit drei Trophäen: Conference League, FA Cup und Supercup.

Sein großes Ziel bleibt der Gewinn der Champions League. Dafür müsse bei seinem nächsten Verein zumindest die Fantasie vorhanden sein, diesen Weg auch gehen zu können. Den Rest wolle er über seine Arbeit erreichen. Entscheidend seien am Ende aber immer die Spieler. Ohne ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft sei auch der beste Trainer machtlos. Zugleich beschreibt sich Glasner als sehr fordernd: Schon ein oder zwei Prozent Nachlässigkeit akzeptiere er nicht. Das sorge nicht immer für Begeisterung, am Ende würden die Spieler aber erkennen, was möglich sei.

Große Wertschätzung in London

Bei Crystal Palace ist Glasners Einfluss nach rund zweieinhalb Jahren deutlich sichtbar. Nationalspieler Adam Wharton sprach von einem enormen Wandel, den der Trainer im Verein ausgelöst habe. Der Blick auf Wettbewerbe habe sich komplett verändert: Es gehe nicht mehr nur darum, in der Premier League zu bestehen und Europa zu erreichen. Palace wolle Titel gewinnen und nach dem Maximum streben.

Wiedersehen in der Europa League möglich

Ein schnelles Wiedersehen mit Crystal Palace ist für Glasner durchaus denkbar. Sollte er tatsächlich einen Club wie Leverkusen oder Milan übernehmen, könnte er mit seiner neuen Mannschaft in der Europa League antreten. Palace hat sich durch den Triumph in der Conference League ebenfalls für diesen Wettbewerb qualifiziert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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