Tesla hat im vergangenen Quartal seinen Umsatz dank deutlich gestiegener Auslieferungen spürbar erhöht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie blieb der von Elon Musk geführte Elektroautobauer jedoch klar hinter den Erwartungen der Wall Street zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 51 US-Cent gerechnet, Tesla erreichte lediglich 33 Cent. Die Aktie gab im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als zwei Prozent nach.
Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 26 Prozent auf rund 28,24 Milliarden US-Dollar (24,75 Milliarden Euro) zu. Ausschlaggebend war ein überraschend kräftiger Anstieg der Auslieferungen: Tesla brachte mit 480.126 Fahrzeugen etwa ein Viertel mehr Autos an Kunden als ein Jahr zuvor. In den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren hatte das Unternehmen noch Rückgänge beim Absatz verzeichnet.
Quartalsgewinn unter Vorjahresniveau
Unter dem Strich sank der Gewinn im Quartal um fünf Prozent auf gut 1,11 Milliarden US-Dollar. Als ein Grund gelten unter anderem Preisnachlässe, vor allem auf dem wichtigen US-Markt. Zudem gingen die Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten deutlich zurück: Sie beliefen sich auf 146 Millionen US-Dollar, nachdem sie drei Monate zuvor noch 380 Millionen US-Dollar betragen hatten. Das Geschäft litt unter Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump gegen Abgas-Grenzwerte in den Vereinigten Staaten. In den vergangenen Jahren hatten diese Zertifikatsverkäufe Tesla mehrfach geholfen, schwächere Phasen abzufedern.
Tesla betreibt in Grünheide bei Berlin sein europäisches Werk, in dem das Model Y gefertigt wird. Zuletzt hatte der Konzern angekündigt, die Produktion dort auszubauen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber