Alphabet übertrifft Erwartungen im Quartal deutlich
Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im vergangenen Quartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden US-Dollar zu, was umgerechnet rund 105 Milliarden Euro entspricht. An der Wall Street waren im Schnitt lediglich knapp 117 Milliarden Dollar erwartet worden.
Noch kräftiger fiel der Gewinnsprung aus: Der Quartalsüberschuss kletterte auf 112,1 Milliarden Dollar, nach rund 28,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Maßgeblich dafür waren vor allem höhere Bewertungen von Beteiligungen, die Alphabet in der Bilanz führt. Dazu zählt auch ein Anteil an Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, das vor gut einem Monat an die Börse gegangen war.
Im wichtigsten Geschäftsfeld, der Werbung rund um die Google-Suche, erhöhte sich der Umsatz um fast 17 Prozent auf 63,27 Milliarden Dollar. Seit längerem wird darüber spekuliert, ob neue KI-gestützte Wettbewerber, die eher direkte Antworten als Linklisten liefern, Googles Dominanz in der Suche gefährden könnten. Bislang scheint Alphabet dem erfolgreich entgegenzuwirken, indem der Konzern selbst verstärkt KI-Funktionen in die Suche integriert und damit das Geschäft weiter stärkt.
Cloud-Sparte wächst rasant
Besonders dynamisch entwickelte sich das Cloud-Geschäft: Die Erlöse schnellten um rund 82 Prozent auf 24,77 Milliarden Dollar nach oben. Damit lag Alphabet auch hier klar über den Prognosen, die im Schnitt bei etwa 22,2 Milliarden Dollar gelegen hatten.
Mehr Milliarden für KI-Infrastruktur
Wie andere große Technologiekonzerne investiert auch Alphabet massiv in den Ausbau von Rechenzentren und anderer Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Die Prognose für die Kapitalausgaben in diesem Jahr wurde nun erneut angehoben: Alphabet rechnet inzwischen mit Investitionen zwischen 195 und 205 Milliarden Dollar. Zuvor war die Spanne erst im Frühjahr von 175 bis 185 Milliarden Dollar auf 180 bis 190 Milliarden Dollar erhöht worden. Allein im vergangenen Quartal beliefen sich diese Ausgaben auf knapp 45 Milliarden Dollar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Redaktion
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber