Medien: Mark van Bommel vor Engagement als Belgiens Nationaltrainer
Mark van Bommel steht einem Bericht zufolge kurz vor der Übernahme der belgischen Fußball-Nationalmannschaft. Wie die Zeitung Nieuwsblad meldet, soll der frühere Bayern-Kapitän bei den "Roten Teufeln" einen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2028 erhalten. Eine offizielle Mitteilung des belgischen Verbands oder von van Bommel selbst lag zunächst noch nicht vor. Die Unterschrift soll aber bald erfolgen.
Der 49 Jahre alte Niederländer spielte zwischen 2006 und 2011 für den FC Bayern und gehörte in München in einer Phase des Umbruchs zu den prägenden Führungsspielern. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete der ehemalige Mittelfeldspieler als Trainer bei der PSV Eindhoven, beim VfL Wolfsburg und bei Royal Antwerpen. Seit dem Sommer 2024 war er ohne Verein.
Größter Trainererfolg mit Antwerpen
Seinen bislang bedeutendsten Erfolg an der Seitenlinie feierte van Bommel in Belgien mit Royal Antwerpen, wo er das Double gewann. In Deutschland wurde seine Zeit in Wolfsburg vor allem wegen eines folgenschweren Fehlers bekannt: In der ersten Runde des DFB-Pokals im August 2021 wechselte er sechsmal statt der erlaubten fünfmal. Dadurch wurde Preußen Münster nachträglich der Sieg zugesprochen. Wenige Monate später endete van Bommels Tätigkeit beim VfL.
Sollte van Bommel tatsächlich neuer Nationaltrainer werden, würde er auf den Franzosen Rudi Garcia folgen. Der 62-Jährige führte Belgien mit den erfahrenen Kräften Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku zwar bis ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft, konnte sich damit aber offenbar nicht für eine längere Zusammenarbeit empfehlen. Ausschlaggebend war wohl auch, dass Belgien im Turnierverlauf nur beim 4:1 im Achtelfinale gegen die USA wirklich überzeugte, bevor im Viertelfinale gegen Spanien Schluss war.

Die einstige "goldene Generation" mit De Bruyne, Lukaku und Torhüter Thibaut Courtois hat ihren sportlichen Höhepunkt inzwischen überschritten. Deshalb dürfte Belgien auch bei der EM 2028 – ähnlich wie schon bei den großen Turnieren 2024 und 2026 – wohl nicht zum engsten Kreis der Titelanwärter gehören.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber