Fußball

Hoeneß über Eberl: Wackelt jetzt die Zukunft?

Bleibt Eberl wirklich bei Bayern? Hoeneß deutet Verlängerung an – verrät aber auch, warum ihn noch Zweifel plagen.

23.05.2026, 13:52 Uhr

Uli Hoeneß hat die Arbeit von Max Eberl beim FC Bayern München erneut ausdrücklich gewürdigt, sich bei der Frage nach dessen langfristiger Zukunft aber nicht festgelegt. Im „Spiegel“-Spitzengespräch sprach der Ehrenpräsident von einer Tendenz von „60 zu 40 für eine Verlängerung“ – schob jedoch nach: „Da sind noch Zweifel.“

Der Vertrag des Sportvorstands läuft noch bis 2027. Spätestens vom Sommer an dürfte die Diskussion über die weitere Zusammenarbeit mit dem 52-Jährigen beim deutschen Rekordmeister deutlich an Fahrt aufnehmen.

Eberl sendet positive Signale

Eberl selbst hatte sich zuletzt offen für eine Fortsetzung seines Engagements gezeigt. Der Beginn in München sei nicht einfach gewesen, inzwischen habe man jedoch sehr viele gute Dinge angestoßen, sagte er. Entscheidend sei für ihn die Bewertung seiner Arbeit. Falle diese positiv aus, könne er sich gut vorstellen, länger beim FC Bayern zu bleiben.

Nach Einschätzung von Hoeneß hat Eberl einen wichtigen Anteil am sportlichen Erfolg des FC Bayern in dieser Saison. Er bezeichnete ihn als Manager, der großen Anteil am bisherigen Erfolg habe. Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung könnten allerdings frühestens ab dem 1. Juli geführt werden. Hintergrund sei die Regel, dass bei Vorständen erst ein Jahr vor Vertragsende über eine Verlängerung verhandelt werden könne.

Dem Bayern-Vorstand gehören neben Eberl auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sowie seit Anfang des Jahres Rouven Kasper als Vorstand für Marketing und Vertrieb an.

Vor dem Pokalfinale der Bayern gegen Stuttgart meldete sich auch Lothar Matthäus zu Wort. Bei Sky sagte der Rekordnationalspieler, Eberl könne die Aussagen von Hoeneß verkraften. Zugleich lobte Matthäus dessen Arbeit deutlich: Eberl habe viele Ergebnisse erzielt und mit Blick auf Transfers „hervorragende Arbeit“ geleistet. Ob es über 2027 hinaus weitergehe, sei jedoch eine Entscheidung der zuständigen Bayern-Gremien – und nicht allein von Hoeneß.

Entscheidung liegt beim Aufsichtsrat

Hoeneß wollte sich zur Personalie nicht weiter im Detail äußern und verwies auf die zuständigen Gremien. Die Diskussion darüber solle im Aufsichtsrat geführt werden. Bei der Sitzung im August müsse entschieden werden, ob Eberl der richtige Manager sei, um den FC Bayern in die Zukunft zu führen.

Eberl ist seit dem Frühjahr 2024 Sportvorstand in München. Auch der Vertrag von Vorstandschef Dreesen endet im kommenden Jahr. In dessen Fall deutet derzeit weiter vieles auf eine Verlängerung hin.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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