US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt als dritte Frau innerhalb von sieben Wochen die Regierung von Präsident Donald Trump. Das teilte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, auf der Plattform X mit. Demnach wechselt sie in die Privatwirtschaft. Übergangsweise soll ihr Stellvertreter Keith Sonderling das Ministerium leiten.
Seit Monaten stand Chavez-DeRemer wegen mehrerer laufender Untersuchungen unter Druck. Berichten zufolge geht es dabei unter anderem um mögliche Unregelmäßigkeiten beim Einsatz staatlicher Mittel sowie um Vorwürfe unangemessenen Verhaltens im Amt.
Darüber hinaus befassen sich Aufsichtsstellen offenbar mit Beschwerden über ein belastetes Arbeitsklima im Ministerium. Laut Medienberichten schilderten drei Mitarbeiterinnen ein feindliches Umfeld und beklagten Vergeltungsmaßnahmen. Auch ihr Ehemann geriet in die Schlagzeilen: Nach Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens gegenüber Beschäftigten soll er aus dem Ministerium ausgeschlossen worden sein. Chavez-DeRemer bestreitet die Anschuldigungen.
Dritter Abgang binnen weniger Wochen
Chavez-DeRemer war seit März 2025 Arbeitsministerin. Zuvor vertrat sie den Bundesstaat Oregon im Kongress. Ihre Berufung war als ungewöhnlich angesehen worden, da sie im Vergleich zu vielen Republikanern als eher gewerkschaftsnah galt.
Bereits Anfang März hatte Trump die umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen. Anfang April folgte Justizministerin Pam Bondi, die im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre unter Druck geraten war. Mit dem Rückzug von Chavez-DeRemer ist damit bereits die dritte Ministerin innerhalb von weniger als sieben Wochen aus der Regierung ausgeschieden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion