AfD bleibt bundesweit vorn, Union fällt in YouGov-Umfrage auf Rekordtief
Knapp eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die AfD laut einer aktuellen YouGov-Erhebung weiterhin die stärkste politische Kraft auf Bundesebene. In der neuen Sonntagsfrage erreicht sie 29 Prozent und legt damit im Vergleich zum August um einen Punkt zu.
Für CDU und CSU geht es hingegen weiter nach unten: Die Union kommt nur noch auf 18 Prozent, zwei Punkte weniger als im Vormonat. Damit markiert sie in der YouGov-Sonntagsfrage einen historischen Tiefstand.
Die Grünen verbessern sich um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent. Auch die SPD gewinnt einen Punkt hinzu und liegt nun bei 13 Prozent. Die Linke verliert dagegen zwei Punkte und landet im September bei 10 Prozent. Die FDP verharrt bei 5 Prozent, während das Bündnis Sahra Wagenknecht auf 4 Prozent zulegt.
Mehrheit sieht AfD weiter als rechtsextrem
Nach Angaben von YouGov betrachtet eine Mehrheit der Befragten die AfD weiterhin als rechtsextrem. 59 Prozent teilen diese Einschätzung, 30 Prozent sehen das anders. Gegenüber Mai 2025 hat sich daran kaum etwas geändert.
Haltung zur „Brandmauer“ verändert sich
Deutlich stärker in Bewegung geraten ist laut Umfrage die Einstellung zur sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD. Inzwischen meinen 51 Prozent, andere Parteien sollten eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen. Im August lag dieser Wert noch bei 44 Prozent.
Für einen klaren Ausschluss einer Zusammenarbeit sprechen sich derzeit 40 Prozent aus. Einen Monat zuvor waren es noch 46 Prozent.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber