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James-Bond-Suche eskaliert – diese Namen machen Fans heiß

Neuer Bond fast gefunden? Plötzlich rudern Insider zurück, Stars spielen ahnungslos – und genau das macht alles verdächtig.

15.09.2026, 04:51 Uhr

Wer wird der nächste James Bond?

Seit Jahren rätseln Fans, Medien und Buchmacher darüber, wer künftig als James Bond vor der Kamera stehen wird. Nun scheint die Entscheidung näher zu rücken: Ein erster Entwurf des Drehbuchs ist offenbar abgeschlossen, und Produzentin Amy Pascal rechnet damit, dass der neue 007-Darsteller noch vor Jahresende feststeht. Ob einer der derzeit kursierenden Favoriten am Ende tatsächlich ausgewählt wird, bleibt jedoch offen.

Erster Skriptentwurf offenbar abgeschlossen

Fest steht bereits, dass Denis Villeneuve, bekannt durch die "Dune"-Filme, den ersten Bond-Film nach der Übernahme des Franchise durch Amazon inszenieren soll. Das Drehbuch stammt von Steven Knight, dem Schöpfer von "Peaky Blinders", der zuletzt auch am neuen Oasis-Film gearbeitet hat und deshalb momentan häufig interviewt wird.

In einer Radiosendung mit Moderatorin Zoe Ball wurde Knight gefragt, ob der erste Drehbuchentwurf bereits vorliege. Seine Antwort fiel knapp aus: Er bestätigte dies mit einem stillen Nicken. Zuvor hatten BBC-Moderatoren versucht, aus ihm herauszubekommen, ob er den künftigen Bond-Darsteller bereits kenne. Zwar wich Knight aus, doch danach machten schnell Berichte die Runde, die Besetzung sei womöglich schon entschieden.

Für zusätzliche Spekulationen sorgte auch Gary Oldman. Er erklärte, er habe gehört, die Wahl für den nächsten 007 sei bereits getroffen worden, und brachte dabei seinen "Slow Horses"-Kollegen Jack Lowden ins Gespräch. Kurz darauf ruderte Oldman allerdings zurück und stellte klar, dass er es nicht wisse – er würde Lowden lediglich die Rolle wünschen.

James-Bond-Suche in heißer Phase – viele Namen, wenig Fakten
Pierce Brosnan spielte viermal James Bond. Wer der neue 007 wird, weiß er nicht. (Archivbild) Quelle: Ian West/PA Wire/dpa

Die Suche nach dem passenden Darsteller soll Castingdirektorin Nina Gold leiten, die unter anderem für mehrere "Star Wars"-Produktionen und "The Crown" gearbeitet hat. Gesucht werde demnach möglichst ein junger britischer Schauspieler, der die Figur über viele Jahre hinweg tragen kann. Auf dieses Profil passt Jack Lowden ebenso wie zahlreiche andere Kandidaten.

Seit Jahren kursieren immer neue Namen

Bereits vor Daniel Craigs Abschied in "Keine Zeit zu sterben" im Jahr 2021 tauchten immer wieder mögliche Nachfolger auf. Manche Kandidaten wurden zwischenzeitlich sogar als sicher dargestellt. So behauptete "The Sun" bereits 2022, mit Aaron Taylor-Johnson sei sogar schon die berühmte Auftaktsequenz gedreht worden, in der Bond direkt in die Kamera schießt. Diese Meldung stellte sich als frei erfunden heraus.

Immer wieder berufen sich Medien auf nicht überprüfbare anonyme Quellen. So entstehen laufend neue Gerüchte, die sich rasch verbreiten und oft auch von seriöseren Medien aufgegriffen werden. Zusätzlich befeuern Wettanbieter mit ihren Quoten die Debatte und sorgen regelmäßig für neue Schlagzeilen.

Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass PR-Teams gezielt Namen ins Spiel bringen, um Aufmerksamkeit für ihre Klienten zu erzeugen. Denn schon allein mit dem Etikett "Bond-Kandidat" lässt sich enorme mediale Präsenz erzielen.

Entscheidung soll bis Jahresende fallen

Berichte über eine angebliche Shortlist mit sechs Namen wirken vor allem wie eine Zusammenstellung der Spekulationen aus den vergangenen Jahren. Vieles deutet darauf hin, dass zahlreiche Medien diese Gerüchte gegenseitig übernehmen, bis daraus eine Eigendynamik entsteht.

Ein Name auf dieser Liste sticht dennoch heraus: der bisher wenig bekannte Jack Barton, den "Page Six" sogar als Favoriten bezeichnet. Branchenkenner Jeff Sneider hält es allerdings für möglich, dass Barton bewusst ins Gespräch gebracht wurde – entweder um von den eigentlichen Favoriten abzulenken oder um Reaktionen in der Öffentlichkeit zu testen.

Nach Einschätzung von Matthew Belloni ist bislang jedoch keiner der kursierenden Namen belastbar. Der frühere Chefredakteur des "Hollywood Reporter" schrieb in seinem Newsletter "Puck", die Entscheidung sei weiterhin offen. Demnach würden derzeit sogenannte Vorverträge an mögliche Kandidaten verschickt, noch bevor diese zu Probeaufnahmen eingeladen werden. In solchen Test-Deals werden zentrale Punkte wie Gage, Optionen für weitere Filme, zeitliche Verfügbarkeit und andere Verpflichtungen geregelt. So soll verhindert werden, dass nach der endgültigen Auswahl alles neu ausgehandelt werden muss.

Pierce Brosnan wünscht dem Nachfolger Glück

Dass sich die Bond-Suche über längere Zeit hinziehen kann, zeigt auch ein Blick zurück: Daniel Craig wurde erstmals 2004 mit der Rolle in Verbindung gebracht. Im Sommer 2005 absolvierte er Probeaufnahmen, bei denen unter anderem auch Henry Cavill mitwirkte, der später als Superman bekannt wurde. Im Oktober 2005 wurde Craig schließlich offiziell als sechster Bond-Darsteller präsentiert. Nach Angaben der offiziellen James-Bond-Facebook-Seite wurden bis dahin insgesamt 72 Namen gehandelt.

Auch Pierce Brosnan hatte einen langen Weg zur Rolle. Schon 1986 war er im Gespräch, musste damals aber wegen vertraglicher Bindungen an die Serie "Remington Steele" absagen. Erst 1994 erhielt er eine zweite Chance. Bis heute wird auch er regelmäßig auf die Nachfolgefrage angesprochen. Bei der Premiere seiner Gangsterserie "Mobland" sagte Brosnan, er wisse nicht, wer der neue Bond werde. Er freue sich aber darauf, den nächsten 007 zu sehen, und wünsche ihm viel Erfolg.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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