Ermittlungen nach Brandanschlag auf Kölner Maus-Figur vorerst eingestellt
Knapp ein Jahr nach dem Brandanschlag auf die bekannte Maus-Statue in Köln hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Unbekannt zunächst beendet. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde.
Grund für die Entscheidung ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft, dass derzeit keine verwertbaren Spuren mehr vorliegen. Sollte es künftig konkrete Hinweise auf mögliche Täter geben, könne das Verfahren jedoch wieder aufgenommen werden.
Die Figur, die vor einem WDR-Gebäude steht und Passanten zuwinkt, war in der Nacht auf den 26. Juli 2025 angezündet und dabei beschädigt worden. Ende November hatte die Polizei noch Bilder eines Verdächtigen veröffentlicht. Diese wurden vor einigen Wochen jedoch von der Fahndungsseite entfernt, weil die richterliche Genehmigung dafür abgelaufen war.
Verdächtiger hielt sich lange am Tatort auf
Nach früheren Erkenntnissen der Ermittler war der Unbekannte mit einem Damenfahrrad zum Tatort gekommen. Zwischen 23.35 Uhr und 0.40 Uhr soll er sich an der Statue der beliebten Figur aus der „Sendung mit der Maus“ zu schaffen gemacht haben.
Wie die Polizei damals mitteilte, blieb der mutmaßliche Täter mehr als eine Stunde vor Ort und versuchte immer wieder, das Feuer mit weiterem Brennmaterial anzufachen. Erst nachdem die Statue schließlich brannte, fuhr er mit dem Fahrrad davon.
Nach dem Anschlag hatten Fans die beschädigte Maus mit zahlreichen Pflastern an der Brandstelle versehen. Ende August kehrte die restaurierte Figur an ihren angestammten Platz zurück.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber