Höhere Gefahr von Wildunfällen im Herbst
Mit dem Herbst beginnt bei Wildschweinen und Damhirschen die Brunftzeit. Dadurch steigt in den nächsten Monaten die Gefahr von Wildunfällen auf den Straßen deutlich an, teilt der Deutsche Jagdverband (DJV) mit. Der Grund: Die Tiere legen auf Partnersuche oft größere Strecken zurück. Gleichzeitig sind sie verstärkt auf Futtersuche, um Reserven für den Winter anzulegen, und halten Ausschau nach geeigneten Rückzugsorten für die kalte Jahreszeit.
Hinzu kommt, dass es nun früher dunkel wird. Gerade in der Dämmerung sind viele Wildtiere besonders aktiv, erklärt die Deutsche Wildtierstiftung. Der DJV rät deshalb dazu, in den kommenden Wochen und Monaten besonders aufmerksam und vorausschauend zu fahren. Vor allem auf Straßen durch Wälder oder entlang von Waldrändern sollten Auto- und Motorradfahrer besonders vorsichtig sein.
Auswertungen des Tierfundkatasters des DJV über einen Zeitraum von zehn Jahren zeigen, dass sich Unfälle mit Wild zwischen Oktober und Dezember besonders häufen. Über das gesamte Jahr betrachtet ist Rehwild mit 51 Prozent am häufigsten an solchen Kollisionen beteiligt. Dahinter folgen Hasen und Kaninchen mit 11 Prozent sowie der Fuchs mit 6 Prozent. Wildschweine liegen auf Rang fünf.
Wildschweine bringen viel Gewicht auf die Waage
Damhirsche sind laut Wildtierstiftung deutlich kleiner als Rothirsche und halten sich gern in Gruppen auf. Bevorzugt leben sie in strukturreichen Laub- und Mischwäldern mit freien Flächen und Lichtungen. Männliche Tiere können nach DJV-Angaben bis zu 120 Kilogramm wiegen, weibliche bis zu 50 Kilogramm.

Wildschweine erreichen sogar Gewichte von bis zu 200 Kilogramm. Nach Angaben der Wildtierstiftung können sie in der Dämmerung besonders gut sehen, weil ihre Netzhaut mehr Stäbchen als Zapfen besitzt. Ihre eigentliche Paarungszeit dauert von November bis Januar. In freier Wildbahn pflanzen sich die Tiere inzwischen jedoch fast das ganze Jahr über fort.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber