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Brustkrebs: Vorsorge jetzt schon ab 45

14,5 Millionen Frauen sind dabei – doch bald öffnet sich das Brustkrebs-Screening für viel mehr. Wen die neue Regel betrifft

15.10.2026, 16:13 Uhr

Mammographie-Screening wird auf Frauen ab 45 ausgeweitet

Künftig sollen auch Frauen zwischen 45 und 49 Jahren Anspruch auf das Mammographie-Screening haben. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das oberste Entscheidungsgremium für Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, hat beschlossen, die bisherige Altersgrenze für die Brustkrebs-Früherkennung nach unten zu setzen.

Damit genug Zeit für die organisatorische Umstellung bleibt, ist eine Übergangsphase vorgesehen. Frauen, die neu unter die Regelung fallen, sollen sich voraussichtlich ab dem 1. August 2027 selbst um einen Untersuchungstermin bemühen können. Persönliche Einladungen sollen nach derzeitiger Planung ab Januar 2028 verschickt werden.

Bislang richtet sich das Programm an Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren. Nach Angaben des Gremiums betrifft das derzeit rund 14,5 Millionen Frauen. Durch die Erweiterung auf die Altersgruppe ab 45 Jahren könnten zusätzlich etwa 2,5 Millionen Frauen die Leistung der Krankenkassen nutzen.

Ausschussmitglied Bernhard van Treeck erklärte, wirksame Früherkennung setze voraus, dass mögliche Krankheitszeichen zuverlässig entdeckt werden und Fehlalarme möglichst selten bleiben. Vor diesem Hintergrund sehe man den Beschluss als gute Lösung.

Bevor die Neuregelung wirksam wird, prüft das Bundesgesundheitsministerium den Beschluss. Wenn es keine rechtlichen Einwände gibt, soll die Änderung am 1. August 2027 in Kraft treten. Ab dann wäre die Teilnahme für die neu einbezogene Altersgruppe möglich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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