Anklage gegen Timothy Busfield wegen Verfahrensfehlern aufgehoben
Ein Richter im US-Bundesstaat New Mexico hat die Anklage gegen den amerikanischen Schauspieler und Regisseur Timothy Busfield (69) aufgehoben. Dem Beschluss zufolge habe die Staatsanwaltschaft im Verfahren nicht fair und neutral gehandelt.
Eine Grand Jury hatte Busfield bereits im Februar angeklagt. In den USA prüft ein solches Gremium auf Grundlage der von der Anklage vorgelegten Beweise, ob genügend Anlass für eine formelle Anklage besteht.
Nach Ansicht von Richter Joseph Montano wurde die Grand Jury damals jedoch nicht korrekt informiert. Unter anderem habe der zuständige Bezirksstaatsanwalt wichtige Aspekte bei der möglichen Zeugenbefragung nicht ordnungsgemäß dargestellt. Busfield hatte schon im Juni beantragt, die Anklage wegen dieser Verfahrensmängel aufheben zu lassen.
Dem 69-Jährigen waren in vier Fällen sexuelle Kontakte mit einem Kind zur Last gelegt worden. Busfield bestreitet die Vorwürfe entschieden.
Nun muss die Staatsanwaltschaft in New Mexico entscheiden, ob sie ein neues Grand-Jury-Verfahren einleiten und erneut Anklage erheben will. Der Schauspieler, bekannt aus Serien wie Die besten Jahre und The West Wing, war im Januar festgenommen worden.
Vorwürfe stammen von Zwillingsbrüdern
Die Anschuldigungen gehen auf zwei minderjährige Zwillingsbrüder zurück, die in der Fernsehserie The Cleaning Lady mitwirkten. Busfield hatte bei mehreren Episoden Regie geführt. Die Serie lief in den USA von 2022 bis 2025.
Nach Angaben der Ermittler berichteten die Jungen von sexuellen Übergriffen am Set der Produktion.
Busfield ist seit 2013 mit der Schauspielerin Melissa Gilbert verheiratet, die vor allem durch die Serie Unsere kleine Farm bekannt wurde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber