In Bayern sind bis Ende September deutlich weniger Menschen ohne Erlaubnis über die Grenze gekommen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Bundespolizei wurden im Freistaat 6.154 unerlaubte Einreisen festgestellt. Das entspricht einem Rückgang von fast 50 Prozent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte die Zahl noch bei 10.989 gelegen.
Allerdings konnten nicht alle Eingereisten auch in Bayern bleiben. Von Januar bis Ende September wies die Bundespolizei in 423 Fällen Menschen direkt an der Grenze zurück oder brachte sie dorthin zurück. Damit verblieben nach unerlaubter Einreise 5.731 Personen im Freistaat, etwa für die Durchführung eines Asylverfahrens. Das sind im Schnitt rund 21 Fälle pro Tag.
Rückgang hält seit 2023 an
Die nun veröffentlichten Werte stammen aus der Eingangsstatistik der Bundespolizei sowie aus einer Sonderauswertung für September. Nach Angaben der Behörde sind die Zahlen noch vorläufig. Durch Nachmeldungen oder Korrekturen könne es noch leichte Veränderungen geben.
Bereits in den beiden vergangenen Jahren war die Zahl unerlaubter Einreisen nach Bayern spürbar gesunken. Nachdem 2023 noch mehr als 34.000 Fälle registriert worden waren, lag die Gesamtzahl im vergangenen Jahr nur noch bei rund 14.631.
Zugleich nahm nach Angaben des bayerischen Innenministeriums 2025 die Zahl der sogenannten Rückführungen zu. Sie stieg um 21 Prozent auf 3.649. Auch die Zahl freiwilliger Ausreisen legte zu und erhöhte sich im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 15.764.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber