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Maurer und Gerst: Dieser Mondflug ist nur noch Formsache

ISS kennen sie schon – jetzt visieren Gerst und Maurer den Mond an. Doch wer von beiden zuerst abhebt, ist noch offen.

11.06.2026, 05:00 Uhr

Gerst und Maurer hoffen weiter auf eine Mondmission

Die deutsche Mondhoffnung lebt weiter: Auch wenn "Artemis 3" ohne sie abheben wird, gehen die Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer fest davon aus, künftig zum Mond zu fliegen. Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur, er sei überzeugt, dass beide den Weg dorthin noch schaffen werden.

Artemis 3 ohne deutsche Beteiligung

Der Start von "Artemis 3" ist für 2027 vorgesehen. Eine Mondlandung ist bei dieser Mission allerdings nicht geplant. Stattdessen sollen in der Erdumlaufbahn Kopplungsmanöver mit Mondlandefähren getestet werden. Anders als zunächst erwartet, wird damit nicht ein Deutscher als erster Europäer im Rahmen des Programms fliegen, sondern der Italiener Luca Parmitano.

Für Gerst und Maurer keine Überraschung

Nach Angaben der beiden Astronauten kam diese Entscheidung nicht unerwartet. Gerst erklärte, man habe davon bereits gewusst. Enttäuschung sei deshalb nicht das richtige Wort. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht sei die Entwicklung eine gute Nachricht für ganz Europa. Es gehe nicht um einzelne Flüge, sondern um den Auftakt einer neuen Ära der Erforschung des Mondes. Der Erdtrabant werde gewissermaßen zum nächsten großen Ziel der Menschheit.

Zwei weitere Missionen schon in Planung

Bereits 2028 sollen mit "Artemis 4" und "Artemis 5" gleich zwei weitere Mondmissionen folgen. Wer von den beiden deutschen Astronauten zuerst fliegen könnte, sehen Gerst und Maurer gelassen. Maurer sagte sinngemäß, dann fliege eben einer früher und der andere bei einer späteren Mission.

Josef Aschbacher
Esa-Chef Aschbacher sagt, er entscheide, wer als erstes zum Mond dürfe. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Esa-Chef trifft die Entscheidung

Wer am Ende tatsächlich das Ticket zum Mond erhält, entscheidet nach den Worten von Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher er selbst. Weitere Details nannte er nicht. Der Flug zum Mond sei selbstverständlich besonders spannend, sagte Aschbacher. Zugleich verwies er auf laufende und gute Gespräche mit der Nasa.

Zeitplan laut Esa unverändert

Zwar hatte es in der Vergangenheit immer wieder Verzögerungen im Artemis-Programm gegeben, doch laut Aschbacher gibt es derzeit keine Änderungen an den Planungen für die Missionen 4 und 5. Die Esa liefere technische Komponenten und liege dabei im Zeitplan. Die Gesamtverantwortung für das Programm trage jedoch die Nasa.

Erfahrene deutsche Astronauten

Sowohl Gerst als auch Maurer bringen viel Erfahrung mit: Alexander Gerst war 2014 und 2018 auf der ISS, Matthias Maurer folgte 2021 mit seiner Mission zur Raumstation.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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