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Ebola-Schock im Kongo: Immer mehr Tote

Ebola gerät im Ostkongo außer Kontrolle: Fast täglich neue Ansteckungen und Tote – warum der Ausbruch jetzt eskaliert.

10.06.2026, 14:10 Uhr

Die Zahl der bestätigten Ebola-Todesfälle in der Demokratischen Republik Kongo ist nach Regierungsangaben auf 115 gestiegen. Im Osten des Landes, wo der jüngste Ausbruch im April begann, wurden inzwischen 598 bestätigte Infektionen registriert, wie das kongolesische Informationsministerium mitteilte. Auch das benachbarte Uganda ist betroffen: Dort wurden bislang 19 bestätigte Fälle sowie zwei Todesopfer gemeldet.

Ebola verbreitet sich durch direkten Körperkontakt sowie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Die Eindämmung des aktuellen Ausbruchs gilt als besonders schwierig, da gegen den Bundibugyo-Stamm des Virus bislang weder ein Impfstoff noch eine gezielte Behandlung zur Verfügung stehen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Osten des Kongo seit Jahren unter Gewalt zahlreicher Milizen leidet. Die anhaltenden Konflikte haben viele Menschen vertrieben und das Gesundheitssystem erheblich geschwächt. Nach Angaben des Ministeriums liegt die Sterblichkeitsrate derzeit bei 19,2 Prozent.

Um die weitere Verbreitung zu stoppen, müssen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 90 Prozent aller Kontaktpersonen infizierter Menschen ausfindig gemacht und überwacht werden. Derzeit gelingt dies nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa jedoch nur bei etwa 56,3 Prozent der betroffenen Kontakte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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