Wirtschaft

Versicherung warnt: Hitze wird zur Falle

Brütende Hitze kostet Millionen Arbeitsstunden – und was sie am Arbeitsplatz noch anrichtet, ist noch alarmierender.

19.08.2026, 14:48 Uhr

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) sieht in hohen Temperaturen ein wachsendes Risiko für Beschäftigte. Nach Angaben von DGUV-Hauptgeschäftsführer Stephan Fasshauer haben sich Häufigkeit und Intensität von Hitze in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert.

So habe sich die Zahl der heißen Tage mit mindestens 30 Grad in Deutschland seit den 1950er Jahren etwa verdreifacht. Dieser Trend spiegele sich auch in den Unfallzahlen wider: Ab 30 Grad Celsius ereignen sich laut DGUV rund acht Prozent mehr Arbeitsunfälle als bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad.

Noch stärker fällt der Anstieg bei Wegeunfällen im Straßenverkehr aus. Hier liege das Plus bei etwa 17 Prozent. Nachlassende Konzentration könne gerade für Menschen auf Gerüsten, an Maschinen oder am Steuer schwerwiegende Folgen haben, erklärte Fasshauer.

Zugleich führt Hitze nach Darstellung der DGUV zu erheblichen Arbeitsausfällen. Allein im Jahr 2023 seien in Deutschland schätzungsweise 37 Millionen Arbeitsstunden durch Hitze verloren gegangen. Prävention könne dazu beitragen, solche Ausfälle zu vermeiden, die Leistungsfähigkeit zu sichern und Menschen gesund zu halten.

Die DGUV beruft sich dabei auf Zahlen aus dem jährlichen Bericht „Lancet Countdown on Health and Climate Change“ des Fachjournals „The Lancet“. Die aktuellsten verfügbaren Daten beziehen sich auf das Jahr 2023.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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