Öko-Verbände gründen gemeinsame "Taskforce Dürre"
Wegen der angespannten Versorgung mit Futtermitteln infolge der anhaltenden Trockenheit in Teilen Deutschlands haben mehrere Bio-Anbauverbände eine gemeinsame "Taskforce Dürre" ins Leben gerufen. Damit sollen Öko-Betriebe gezielt bei der Suche nach verfügbarem Futter unterstützt werden.
An der Initiative beteiligen sich Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecoland, GÄA, Naturland sowie der Verbund Ökohöfe. Kern des Projekts ist eine bundesweite und verbandsübergreifende Vermittlung von Bio-Futtermitteln. Vor allem Höfe in besonders stark von der Dürre betroffenen Regionen sollen mit verfügbaren Futterbeständen aus Deutschland und Italien zusammengebracht werden. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen möglichst rasch dorthin zu lenken, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Til Feike vom Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Kleinmachnow erklärte, dass der Futtermangel derzeit vor allem regional spürbar sei, für einzelne Betriebe aber bereits eine existenzielle Bedrohung darstelle. Problematisch werde die Lage vor allem dann, wenn sich extreme Wetterjahre häuften und Vorräte zwischen den Jahren nicht mehr aufgebaut werden könnten. Besonders betroffen seien Grünland- und Milchviehbetriebe. Kritisch werde es laut Feike, wenn schon jetzt Winterreserven aufgebraucht würden und zusätzliches Futter kaum verfügbar oder zu teuer sei.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber