Der TSV 1860 München blickt mit viel Vorfreude und der Hoffnung auf eine Überraschung auf seine Rückkehr in den DFB-Pokal. Vier Jahre nach der 0:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund treffen die „Löwen“ am Samstag um 18.00 Uhr im Grünwalder Stadion auf den Zweitligisten Holstein Kiel.
Trainer Alper Kayabunar sieht die Partie als besondere Chance: „Für uns ist das ein Bonusspiel.“ Mit Blick auf den ordentlichen Saisonstart in der Regionalliga Bayern, in der 1860 nach vier Spielen weiter ungeschlagen ist, traut er seinem Team mit der Unterstützung der Fans einiges zu. Ein Flutlichtspiel im Grünwalder Stadion sei etwas Besonderes, zudem wisse jeder im Verein, dass dort vieles möglich sei.
Leidenschaft soll den Klassenunterschied ausgleichen
Den Unterschied von zwei Ligen will der TSV mit Einsatz, Ordnung und Effizienz wettmachen. Kayabunar betonte, im Pokal sei immer vieles denkbar. Natürlich wolle seine Mannschaft versuchen, die nächste Runde zu erreichen. Die Stimmung innerhalb des Teams sei gut, auch wenn allen klar sei, wie anspruchsvoll die Aufgabe gegen Kiel werde. Seine Mannschaft werde alles investieren.
Den Gegner aus dem Norden bezeichnete der 1860-Coach als starken Zweitligisten. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Kiel in den ersten beiden Ligaspielen jeweils zwei Gegentore kassiert habe. Das zeige, dass auch diese Mannschaft verwundbar sei.
Ein Erfolg wäre auch finanziell wichtig
Ein Weiterkommen hätte für die Münchner nicht nur sportlich Gewicht, sondern auch wirtschaftlich große Bedeutung. Schon für die Teilnahme an der ersten Runde erhalten die Clubs 211.886 Euro aus dem DFB-Pokaltopf. Der Einzug in Runde zwei würde weitere 423.772 Euro einbringen. Hinzu kämen die Einnahmen aus einem weiteren Heimspiel vor großer Kulisse.
Husic nicht mehr im Kader
Gegen Kiel wird Loris Husic nicht mehr zum Aufgebot gehören. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler aus Österreich strebt offenbar den nächsten Karriereschritt an und möchte höherklassig spielen. Deshalb wurde er vom Training freigestellt, um Gespräche mit anderen Vereinen führen zu können.
Kayabunar machte deutlich, dass er den Youngster gerne behalten hätte. Er halte viel von Husic und hätte sich gefreut, wenn dieser geblieben wäre. Da sich der Spieler jedoch anders entschieden habe, respektiere man diesen Schritt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber