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Harry verliert Prozess – jetzt droht die Millionenrechnung

Drama vor Gericht: Harry und Elton John verlieren – jetzt droht ihnen nach dem „Daily Mail“-Prozess eine Millionenrechnung.

21.08.2026, 15:35 Uhr

Der britische Prinz Harry (41), Popstar Elton John (79) und weitere Kläger müssen nach ihrer Niederlage im Zivilprozess gegen den Verlag der Boulevardzeitung „Daily Mail“ tief in die Tasche greifen. Ein Londoner Gericht setzte die vorläufig zu erstattenden Verfahrenskosten für die Gegenseite auf umgerechnet rund 11 Millionen Euro beziehungsweise 9,5 Millionen Pfund fest. Fachleute halten es für möglich, dass die endgültige Summe noch deutlich höher ausfällt.

Insgesamt hatten sieben prominente Kläger Associated Newspapers Limited (ANL) verklagt. Sie warfen dem Verlag vor, bei Recherchen rechtswidrige Methoden eingesetzt zu haben. Konkret ging es unter anderem um das mutmaßliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie um den Zugriff auf private Unterlagen. ANL bestritt die Vorwürfe von Beginn an entschieden.

Das Gericht folgte letztlich der Argumentation des Verlags. Der Richter kam zu dem Schluss, dass die Anschuldigungen nicht ausreichend belegt worden seien – obwohl Harry, Elton John und weitere Beteiligte ausgesagt hatten.

Emotionale Aussagen – doch zu wenig Beweise

Prinz Harry war im Januar eigens zum Kreuzverhör nach London gereist. Dabei wurde es zeitweise emotional: Zum Ende seiner Aussage brach ihm die Stimme, als er mit Blick auf die Presse sagte, sie habe das Leben seiner Frau „vollkommen zur Hölle gemacht“.

Harry führt seit Jahren einen harten Kampf gegen die britische Boulevardpresse, die im Vereinigten Königreich oft als „Tabloid Press“ bezeichnet wird. In anderen Zivilverfahren gegen die Verlage des „Daily Mirror“ und der „Sun“ war er erfolgreicher als nun im Fall gegen die „Daily Mail“.

Für Harry kommt die Niederlage zu einem heiklen Zeitpunkt. Er steht mit seiner Frau Meghan (45) und den beiden Kindern, Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5), kurz vor dem Umzug nach Großbritannien. Die millionenschwere Kostenentscheidung ist damit kein günstiger Auftakt für das Leben in der alten Heimat.

Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) hatte sich 2020 gemeinsam mit Meghan aus dem engeren Kreis der Royals zurückgezogen und war mit seiner Familie in die USA gezogen. Nun ist die Rückkehr beschlossen: Mehr als sechs Jahre nach dem Bruch mit dem Königshaus wollen Harry und Meghan noch in diesem Monat mit ihren Kindern nach Großbritannien übersiedeln und künftig außerhalb Londons leben.

Die Nachricht von der Rückkehr schlug in britischen Medien bereits hohe Wellen. Beobachter gehen davon aus, dass die für ihre Härte bekannte Boulevardpresse den Umzug intensiv begleiten wird – was neuen Ärger zwischen dem Herzogspaar von Sussex und den Medien auslösen könnte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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