Wirtschaft

Renten-Schock: Bald ist fast jeder Dritte im Ruhestand

Renten-Schock in Sicht: Wenn die Babyboomer gehen, droht Deutschland ein riesiges Personal-Loch – und Nachwuchs fehlt.

23.06.2026, 09:03 Uhr

Viele Babyboomer gehen bis 2040 in Rente – Arbeitsmarkt vor großer Herausforderung

In den kommenden 15 Jahren dürfte sich der Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland deutlich verschärfen. Grund ist der bevorstehende Ruhestand der besonders geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 werden bis zum Jahr 2040 rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter von 67 Jahren überschritten haben, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Damit würde fast ein Drittel aller Personen wegfallen, die dem Arbeitsmarkt zuletzt zur Verfügung standen – also sowohl Beschäftigte als auch Erwerbslose. Der Anteil liegt den Angaben zufolge bei etwa 30 Prozent.

Wie die Statistiker hervorheben, werden die nachrückenden jüngeren Jahrgänge die ausscheidenden Babyboomer zahlenmäßig nicht ausgleichen können. Zwar befanden sich die 60- bis 64-Jährigen 2025 bereits vielfach im Übergang in den Ruhestand, dennoch zählten noch 4,5 Millionen von ihnen zu den Erwerbspersonen. Bei den 55- bis 59-Jährigen waren es sogar 5,5 Millionen.

Die jüngeren Altersgruppen kommen jeweils auf weniger als diese zusammen fast 10 Millionen Menschen. Deshalb wird als mögliche Gegenmaßnahme unter anderem darüber gesprochen, ältere Menschen stärker und länger im Erwerbsleben zu halten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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