Mehr zulassungsbeschränkte Studienangebote in Bayern zum Wintersemester
In Bayern steigt die Zahl der Studienangebote mit Zugangsbeschränkung im kommenden Wintersemester leicht an. Wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh mitteilt, liegt der Anteil künftig bei 34,2 Prozent. Im Wintersemester 2025/26 hatte er noch 30,3 Prozent betragen. Damit liegt der Freistaat über dem bundesweiten Durchschnitt von 31,6 Prozent.
Besonders deutlich fiel der Anstieg laut CHE in Regensburg und Würzburg aus. Auch in München, Nürnberg und Augsburg wurden mehr zulassungsbeschränkte Studienangebote verzeichnet als im Vorjahr.
G9-Umstellung als möglicher Auslöser
Als möglichen Grund nennen die Studienautoren die Rückkehr zu Beschränkungen, die im Jahr zuvor vorübergehend aufgehoben worden waren. Hintergrund ist die Umstellung in Bayern vom achtjährigen auf das neunjährige Gymnasium. Durch den Wechsel von G8 zu G9 gab es 2025 deutlich weniger Abiturientinnen und Abiturienten als üblich – und damit wohl auch weniger potenzielle Studienanfänger.
Im bundesweiten Vergleich befindet sich Bayern bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen im Mittelfeld. In Berlin ist mehr als jedes zweite Studienangebot betroffen. Dahinter folgt Baden-Württemberg mit 46,2 Prozent. Besonders niedrig sind die Quoten in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen, wo sie jeweils bei rund 17 Prozent liegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber