Frankreich siegt nach langer Wetterpause klar gegen den Irak
So lange wie diese Partie hat bei der laufenden Fußball-WM bislang kein Spiel gedauert: Frankreichs 3:0 (1:0) gegen den Irak in Philadelphia wurde wegen eines Unwetters mehr als zwei Stunden unterbrochen – die Halbzeitpause bereits eingerechnet.
Mit Beginn der Pause wurden die 68.324 Zuschauer wegen heftiger Regenfälle aufgefordert, die Tribünen zu verlassen. Auch Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps sagte danach, seine Mannschaft habe sich lange unterstellen müssen. Helfer waren im Einsatz, um den Platz von den Wassermassen zu befreien.
Sportlich stand erneut Kylian Mbappé im Mittelpunkt. Der Angreifer von Real Madrid erzielte in der 14. und 54. Minute bereits seinen zweiten Doppelpack im zweiten Turnierspiel. Weltfußballer Ousmane Dembélé machte in der 66. Minute das 3:0 perfekt.
Mit nun 16 Treffern bei WM-Endrunden zog Mbappé in der ewigen Torschützenliste mit Miroslav Klose gleich. Allein vor ihm liegt derzeit Lionel Messi, der beim 2:0 gegen Österreich seine WM-Tore 17 und 18 erzielte.
Wie Mbappé: Haaland trifft erneut doppelt
Auch Erling Haaland glänzte wieder mit zwei Treffern. Norwegen setzte sich mit 3:2 (1:0) gegen Senegal durch und qualifizierte sich damit ebenso wie Frankreich vorzeitig für die K.o.-Phase.
Vor 80.663 Zuschauern in East Rutherford brachte Marcus Pedersen die Skandinavier in der 43. Minute in Führung. Der frühere Dortmunder Haaland erhöhte in der 48. und 58. Minute auf 2:0 und 3:1. Für Senegal traf Ismaila Sarr doppelt (53./90.+3).
Der späte zweite Gegentreffer könnte für Norwegen noch Bedeutung bekommen. Wäre es beim 3:1 geblieben, wären die Norweger als Tabellenführer ins letzte Gruppenspiel gegen Frankreich gegangen. Nun müssen sie Mbappé und Co. schlagen, um Platz eins in Gruppe I zu holen. Der Sieger dieser Gruppe ist ein möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale, falls die DFB-Elf ihre erste K.o.-Partie gewinnt.
Algerien zeigt Comeback-Qualitäten gegen Jordanien
Algerien hat seine Hoffnungen auf das Erreichen der K.o.-Runde gewahrt und zugleich das vorzeitige Aus von WM-Debütant Jordanien besiegelt. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic gewann das arabische Duell nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1).
Das Team mit den Bundesliga-Profis Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen und Ramy Bensebaini von Borussia Dortmund steht nach zwei Spielen bei drei Punkten und hat das Weiterkommen im letzten Gruppenspiel gegen Österreich selbst in der Hand. Jordanien kann den letzten Platz in Gruppe J selbst mit einem Überraschungssieg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen.
Im Stadion in der San Francisco Bay Area brachte Nizar Al-Rashdan Jordanien in der 36. Minute zunächst in Führung. Der eingewechselte Nadhir Benbouali (69.) und Amine Gouiri (82.) drehten die Begegnung danach noch für Algerien.
Portugal vor wichtigem Spiel: Was passiert mit Ronaldo?
Vor Portugals zweitem WM-Auftritt gegen Usbekistan (heute, 19.00 Uhr/ARD und Magenta TV) richtet sich der Blick erneut auf Cristiano Ronaldo. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen die Demokratische Republik Kongo steht der 41-Jährige besonders im Fokus der Kritik.
Ob Ronaldo beginnt oder zunächst auf der Bank sitzt, ließ Trainer Roberto Martínez offen. Vor der Partie in Houston sagte er: „Ich kann noch nicht über die Startelf informieren, weil ich meine Spieler noch nicht informiert habe.“
Nach dem schwachen Start erwartet Martínez gegen Usbekistan eine deutliche Leistungssteigerung. Der Spanier betonte, die Mannschaft habe sich selbst kritisch hinterfragt und eine ehrliche Bestandsaufnahme vorgenommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber