Wirtschaft

Milka-Packung: Neuer Ärger um Mogelvorwurf

Weniger drin, fast gleiche Hülle: Der Milka-Zoff eskaliert – jetzt geht der Streit um die Schoko-Tafel weiter.

17.06.2026, 14:29 Uhr

Das Verfahren um die Milka-Schokoladentafel geht in die nächste Instanz. Der Hersteller Mondelez hat gegen das Urteil des Landgerichts Bremen Berufung eingelegt, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. Zuvor hatte bereits die Lebensmittel Zeitung darüber berichtet.

Damit wird nun das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen prüfen, ob die Tafeln als irreführende Verpackung einzustufen sind.

Worum es in dem Streit geht

Hintergrund ist, dass viele Milka-Tafeln inzwischen nur noch 90 statt 100 Gramm enthalten, während die Verpackung äußerlich nahezu unverändert geblieben ist. Die Verbraucherzentrale Hamburg sieht darin eine Täuschung der Kundinnen und Kunden und hatte deshalb wegen unlauteren Wettbewerbs geklagt.

Mondelez weist die Vorwürfe zurück. Nach Angaben des Unternehmens ist das geänderte Gewicht sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Verpackung deutlich angegeben.

Das Landgericht Bremen stellte sich jedoch auf die Seite der Verbraucherzentrale. Nach Auffassung des Gerichts ist der geringere Inhalt für Käuferinnen und Käufer im Geschäft kaum erkennbar. Deshalb verstoße die neue 90-Gramm-Tafel gegen das Wettbewerbsrecht.

Unmittelbare Folgen hat das Urteil zwar nicht, es könnte aber für ähnliche Fälle in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Trotzdem will Mondelez die Entscheidung nicht hinnehmen. Wann das Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht startet, steht bislang noch nicht fest.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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