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Ariane 6 hebt mit Mega-Boostern ins All ab

Mehr Schub, mehr Macht: Ariane 6 startet erstmals mit neuem Super-Booster – und dieser Flug könnte alles verändern.

17.06.2026, 14:30 Uhr

Ariane 6 startet mit stärkeren P160C-Boostern und 36 Amazon-Satelliten

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist mit einer neuen, leistungsstärkeren Booster-Konfiguration ins All gestartet. Der Flug begann am Nachmittag am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. An Bord befanden sich 36 Satelliten für den US-Konzern Amazon.

Ariane 6 ist die Nachfolgerin der Ariane 5, die von 1996 bis 2023 im Einsatz war. Ihren ersten Flug absolvierte die neue Rakete im Sommer 2024. Künftig soll sie Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber transportieren. Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur Esa ist sie dabei deutlich günstiger als ihr Vorgängermodell.

Flexible Rakete mit stärkerer Booster-Variante

Je nach Mission kann Ariane 6 mit zwei oder vier Feststoff-Boostern ausgerüstet werden. Bei früheren Flügen kamen P120C-Booster zum Einsatz. Diesmal war die Rakete erstmals mit den stärkeren P160C-Modellen ausgestattet. Der P160C-Motor kann mehr Festtreibstoff aufnehmen und erhöht so die Leistungsfähigkeit der Rakete.

Gut ein Dutzend Länder am Bau beteiligt

Am Bau der Ariane 6 waren gut ein Dutzend Länder beteiligt. Die Oberstufe wurde in Bremen montiert. Die Tanks der Oberstufe sowie Teile des Triebwerks stammen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn. Das Vinci-Triebwerk wurde im baden-württembergischen Lampoldshausen getestet.

Deutschland ist nach Frankreich der wichtigste Geldgeber unter den Esa-Ländern und trägt rund 20 Prozent der Gesamtkosten des Programms. Diese belaufen sich auf etwa vier Milliarden Euro.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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