Frauen sind in den kommunalen Vertretungen Bayerns weiterhin deutlich seltener vertreten als Männer. Nach den Kommunalwahlen im März ist ihr Anteil jedoch leicht gestiegen und liegt nun bei 25,4 Prozent.
Wie das Statistische Landesamt mitteilte, entspricht das einem Plus von 2,2 Prozentpunkten gegenüber der Wahl von 2020.
Am höchsten ist der Frauenanteil in den Stadträten kreisfreier Städte mit 36,0 Prozent. Dahinter folgen die Kreistage mit 29,6 Prozent. In den Gemeinde- und Stadträten kreisangehöriger Kommunen liegt der Anteil bei 24,5 Prozent.
Vor der Wahl hatte die Initiative „Bavaria ruft!“ über Monate hinweg für mehr Frauen in der Kommunalpolitik geworben. Unterstützung erhielt sie unter anderem von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), Familienministerin Ulrike Scharf (CSU), der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katharina Schulze sowie zahlreichen Verbänden.
Nach Angaben der Initiative gab es bereits einen kleinen Fortschritt: Noch nie hätten sich so viele Frauen bereit erklärt, für kommunale Ämter zu kandidieren. In Spitzenfunktionen der Kommunalpolitik, etwa bei Oberbürgermeisterinnen oder Landrätinnen, seien Frauen aber weiterhin klar in der Minderheit.
Landesergebnis bleibt unverändert
Nach den endgültigen Zahlen des Landesamts stehen nun die abschließenden Resultate der Gemeinde-, Stadt- und Kreistagswahlen fest. Am bayernweiten Gesamtergebnis, das aus den Kreistagswahlen und den Stadtratswahlen in kreisfreien Städten gebildet wird, gab es keine Änderungen mehr.
Die CSU verlor im Vergleich zu 2020 und kam auf 32,5 Prozent nach zuvor 34,5 Prozent. Auch die Grünen büßten Stimmen ein, blieben mit 13,6 Prozent aber erneut die zweitstärkste Kraft in den betroffenen Kommunalparlamenten. Die SPD fiel weiter auf 12,3 Prozent.
Deutlich zulegen konnte die AfD: Sie steigerte sich von 4,7 auf 12,2 Prozent. Die Freien Wähler verbesserten sich leicht von 11,9 auf 12,1 Prozent.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion