Beschwerden gegen Google, Meta und TikTok wegen Finanzwerbung
Verbraucherschützer werfen Google, Meta und TikTok vor, zu wenig gegen irreführende und betrügerische Anzeigen für Finanzprodukte zu unternehmen. Deshalb haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der europäische Dachverband BEUC sowie mehr als zwei Dutzend weitere Organisationen aus Europa Beschwerden bei der EU-Kommission und bei nationalen Aufsichtsbehörden eingereicht.
Im Fokus stehen unter anderem Werbeanzeigen, die angeblich sichere Geldanlagen ohne Risiko, überzogene Gewinnversprechen oder fragwürdige Finanz-Coachings bewerben. Nach Einschätzung der Verbraucherschützer steigt dadurch die Gefahr, dass Nutzer auf Betrugsmodelle hereinfallen.
Nur ein Teil der gemeldeten Anzeigen entfernt
Nach Angaben der Organisationen wurden zwischen Dezember 2025 und März 2026 beinahe 900 verdächtige Werbeanzeigen gemeldet. Entfernt worden seien jedoch lediglich 27 Prozent davon. Mehr als die Hälfte der Meldungen, nämlich 52 Prozent, seien entweder unbeachtet geblieben oder zurückgewiesen worden.
vzbv-Vorständin Ramona Pop kritisierte, dass die Plattformen nicht wirksam genug gegen solche betrügerischen Inhalte vorgingen. Das müsse sich ändern, sagte sie. Anbieter müssten sicherstellen, dass Verbraucher über Online-Dienste nicht zu Opfern von Finanzbetrug werden.
Darüber hinaus kündigte der vzbv eine weitere Beschwerde bei der Bundesnetzagentur an. Die beteiligten Organisationen verlangen, dass die Plattformen stärker an die Regeln des europäischen Digital Services Act (DSA) gebunden werden. Bei Verstößen müssten aus ihrer Sicht Sanktionen bis hin zu Geldbußen möglich sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion