Wirtschaft

Trump-Zölle: So bricht Deutschlands Plus mit den USA ein

Deutschlands Export-Vorsprung in die USA schrumpft plötzlich – ausgerechnet diese Branche trifft Trumps Zollpolitik hart.

21.05.2026, 08:51 Uhr

Der deutsch-amerikanische Warenhandel spürt die Folgen der von der Regierung Trump verschärften Zölle deutlich. Deutschland verkauft zwar weiterhin mehr Güter in die USA, als es von dort einkauft. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte der Exportüberschuss jedoch nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf 12,4 Milliarden Euro – das sind 30,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein wesentlicher Grund dafür sind die hohen US-Einfuhrzölle auf Autos aus Europa.

In den ersten drei Monaten des Jahres exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 36,2 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Das entspricht einem Rückgang von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gleichzeitig stiegen die Importe aus den USA um 1,9 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro.

Seit Jahrzehnten Überschüsse im USA-Geschäft

US-Präsident Donald Trump hatte Europa mehrfach vorgeworfen, die Vereinigten Staaten wirtschaftlich zu benachteiligen. Mit höheren Einfuhrzöllen will er nach eigener Darstellung für ein ausgeglicheneres Verhältnis im Welthandel sorgen.

Deutschland erzielt im Handel mit den USA seit mehr als 30 Jahren regelmäßig Exportüberschüsse. Das letzte Mal, dass die Bundesrepublik gegenüber den Vereinigten Staaten ein Handelsdefizit verzeichnete, war 1991. Als wichtigster Handelspartner Deutschlands wurden die USA im vergangenen Jahr allerdings erneut von China überholt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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