Die EU-Kommission hat den geplanten Teilverkauf der VW-Großmotorentochter Everllence genehmigt. Nach Angaben der Behörde bestehen gegen die Übernahme von 51 Prozent der Anteile durch den US-Investor Bain Capital keine kartellrechtlichen Einwände.
Volkswagen hatte bereits Ende Juni erklärt, mit Bain Capital eine entsprechende Vereinbarung getroffen zu haben. Solche größeren Transaktionen werden in Brüssel daraufhin überprüft, ob sie den Wettbewerb in der EU unzulässig beeinträchtigen könnten. Für den Konzern bedeutet der Deal einen Mittelzufluss von 7,4 Milliarden Euro. VW treibt damit seine Strategie voran, sich stärker auf das eigene Kerngeschäft zu konzentrieren.
Standorte und Jobs bis 2030 abgesichert
Nach früheren Angaben von Volkswagen sollen die fünf deutschen Everllence-Standorte auch nach dem Einstieg des neuen Mehrheitseigners mindestens bis zum Jahr 2030 bestehen bleiben. Zudem seien betriebsbedingte Kündigungen in diesem Zeitraum ausgeschlossen.
Das Unternehmen mit Sitz in Augsburg firmierte früher unter dem Namen MAN Energy Solutions und wurde erst 2025 in Everllence umbenannt. Nach eigenen Angaben beschäftigt die Gesellschaft rund 16.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 4,9 Milliarden Euro. Everllence zählt sich zu den weltweit führenden Anbietern von Großmotoren, Turbomaschinen und Lösungen zur Dekarbonisierung.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber