Bundesbank startet EU-weite Suche nach neuer Frankfurter Zentrale
Die Deutsche Bundesbank treibt ihre Pläne für einen neuen Hauptsitz voran. Wie die Notenbank mitteilte, wurde nun ein europaweites Ausschreibungsverfahren gestartet. Im nächsten Schritt sollen Gespräche mit Bewerbern über deren Angebote geführt werden. Die Vergabe soll nach aktuellem Plan bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Bereits im März hatte der Vorstand beschlossen, nach der Sanierung nicht in die bisherige Zentrale im Norden Frankfurts zurückzukehren. Ausschlaggebend war nach Angaben der Bundesbank eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, wonach der Erwerb einer Immobilie deutlich günstiger wäre.
Gesucht wird deshalb ein schlüsselfertiges Gebäude inklusive Grundstück innerhalb des Frankfurter Stadtgebiets. Infrage kommen sowohl ein Neubau als auch eine umfassend modernisierte Bestandsimmobilie. Der neue Sitz soll Platz für rund 2.500 Beschäftigte bieten und etwa 15.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen.
Preis, Qualität und gute Anbindung entscheidend
Bei der Standortwahl zählt für die Bundesbank nicht allein der Kaufpreis oder die Bauqualität. Nach den Worten von Chief Operating Officer Stephan Bredt, der für das Baumanagement zuständig ist, spielen auch die Lage und eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr eine wichtige Rolle. Die neue Zentrale solle für Mitarbeitende, Geschäftspartner sowie Besucherinnen und Besucher gut erreichbar sein.
Frühere Zentrale soll Europäische Schule aufnehmen
Für das bisherige, denkmalgeschützte Bundesbankgebäude gibt es bereits neue Pläne: Dort soll künftig die Europäische Schule untergebracht werden.

Besonders bemerkenswert ist dabei, was sich weiterhin auf dem Gelände befindet: In stark gesicherten Tresoranlagen lagert mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven. Insgesamt verwahrt die Bundesbank dort 1.710 Tonnen Gold im Auftrag des deutschen Staates.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber