Zoma bleibt trotz Hattrick gelassen vor dem Franken-Derby
Nach seinem eindrucksvollen Dreierpack zum Auftakt der 2. Bundesliga bleibt Nürnbergs Angreifer Mohamed Ali Zoma nach Einschätzung von Trainer Miroslav Klose bemerkenswert ruhig. Vor dem 277. Franken-Derby am Samstag (13.00 Uhr/Sky) bei der SpVgg Greuther Fürth sagte der FCN-Coach, Zoma wirke beinahe so entspannt wie er selbst.
Klose betonte, dem 22-Jährigen sei der Wirbel um seine starke Leistung kaum anzumerken gewesen. Der Stürmer sei bodenständig geblieben, habe sehr gut trainiert und könne den Schwung aus dem Saisonstart nun mitnehmen. Diesen positiven Lauf wolle Nürnberg möglichst lange bewahren.
Klose warnt vor zu viel Fokus auf Zoma
Schon in der vergangenen Spielzeit war Zoma mit 14 Treffern Nürnbergs auffälligster Torjäger. Beim 3:0 gegen Dynamo Dresden erzielte er nun alle drei Treffer. Der Offensivspieler war erst vor einem Jahr aus der dritten italienischen Liga gekommen und gilt inzwischen als möglicher Transferkandidat, sollte ein Verein mehr als 20 Millionen Euro bieten.
Trotz der starken Form seines Stürmers machte Klose deutlich, dass der Erfolg nicht an einem einzelnen Spieler hänge. Zoma profitiere auch von seinen Mitspielern, die ihn immer wieder in gute Abschlusspositionen brächten. Ein Derby werde seiner Ansicht nach nie von einer Person allein entschieden, sondern durch Zusammenhalt und Kompaktheit der gesamten Mannschaft.
Nürnberg im Derby zuletzt ohne Niederlage
Seit Klose in Nürnberg auf der Bank sitzt, hat der Club gegen Fürth im traditionsreichen und am häufigsten ausgetragenen Derby Deutschlands noch nicht verloren. Nach zwei Siegen in der Saison 2024/25 endeten die beiden Begegnungen der vergangenen Spielzeit unentschieden. Dennoch erwartet der frühere Nationalstürmer erneut eine enge und anspruchsvolle Partie gegen einen gefährlichen Gegner.
Auch Fürth startete ordentlich in die neue Saison und holte beim Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli ein 1:1. In der Gesamtbilanz des Franken-Derbys liegt Nürnberg jedoch klar vorne: 142 Siege stehen für den Club zu Buche, Fürth kommt bislang auf 81 Erfolge.
Chaikhoun vor dem Derby nach Wiesbaden verliehen
Kurz vor dem Derby gab der 1. FC Nürnberg zudem noch einen Abgang bekannt. Mittelfeldspieler Ayoub Chaikhoun wechselt auf Leihbasis zum Drittligisten Wehen Wiesbaden. Der 20-Jährige war erst im Sommer 2025 aus der U19 von Eintracht Frankfurt nach Nürnberg gekommen, absolvierte bei den Profis aber nur drei Partien.
Sportvorstand Joti Chatzialexiou erklärte, für beide Seiten sei klar gewesen, dass Chaikhoun ein Tapetenwechsel guttun werde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber