Schwere Überschwemmungen in Bangkok sorgen weiter auch im internationalen Luftverkehr für Probleme. Die thailändische Fluggesellschaft Thai Airways kündigte an, bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge streichen zu müssen. Betroffen sind neben Inlandsverbindungen auch mehrere internationale Strecken, darunter Flüge nach Frankfurt und München.
Die beiden Bangkoker Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben zwar geöffnet. Wegen überfluteter Straßen und erheblicher Verkehrsprobleme müssen Reisende jedoch mit deutlichen Verzögerungen rechnen.
Die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT rief Passagiere dazu auf, vor der Fahrt zum Flughafen den Status ihres Flugs zu prüfen und deutlich mehr Zeit für die Anreise einzuplanen. Ankommende Fluggäste berichteten zudem, dass sie für die Weiterfahrt zu ihren Hotels auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen mussten, weil nur wenige Taxis unterwegs waren.
Soldaten im Einsatz
Besonders angespannt war die Lage bei der Bodenabfertigung am Flughafen Suvarnabhumi. Überflutete Straßen erschwerten es vielen Beschäftigten, rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. In der Folge kam es zu Engpässen bei der Gepäckabfertigung und zu einem erheblichen Rückstau. Auch die Einsatzplanung der Maschinen wurde durch die Fluten beeinträchtigt.
Thai Airways setzte zusätzliches Personal ein, um liegengebliebene Koffer zu sortieren und an die Reisenden auszuliefern. Medienberichten zufolge halfen außerdem Soldaten bei der Gepäckabfertigung.
Hunderttausende von Fluten betroffen
Nach tagelangem Starkregen war die Millionenmetropole Bangkok schwer von den Wassermassen getroffen worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren rund 329.000 Haushalte beziehungsweise etwa 700.000 Menschen in verschiedenen Stadtteilen betroffen.
Inzwischen hat der Regen nachgelassen. Die Behörden versuchen nun, das Wasser aus überfluteten Straßen und Wohngebieten abzuleiten. Landesweit waren zuletzt mehr als 576.000 Haushalte mit rund 1,79 Millionen Menschen von Hochwasser betroffen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes kamen seit Mitte September mindestens acht Menschen infolge der Überschwemmungen ums Leben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber