Mercedes-Benz legt Abfindungsprogramm in Deutschland neu auf
Mercedes-Benz startet sein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland erneut. Nach Angaben des Unternehmens aus Stuttgart soll das Programm voraussichtlich im Dezember beginnen. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.
Der Autobauer erklärte, mit seinem Sparprogramm bereits wichtige Schritte eingeleitet zu haben, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Damit die notwendigen strukturellen Veränderungen weiterhin verantwortungsvoll und sozialverträglich umgesetzt werden können, werde das Abfindungsprogramm in den indirekten Bereichen nun wieder angeboten.
Individuelle Angebote sollen sich an tarifgebundene Beschäftigte sowie teilweise auch an Führungskräfte richten. Es bleibt beim Grundsatz der doppelten Freiwilligkeit: Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch das Unternehmen müssen einem Ausscheiden zustimmen.
Mercedes-Benz beschäftigt in Deutschland nach Unternehmensangaben rund 108.000 Menschen.
Zugleich will der Konzern die Arbeitskosten in Deutschland senken, um wettbewerbsfähiger zu werden. Produktionsvorstand Michael Schiebe hatte damit gedroht, zwei Werke in Deutschland zu schließen, falls die Kosten nicht reduziert werden. Gegen die Pläne des Managements hatte es zuletzt wiederholt Protestaktionen gegeben.
Auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens steht unter Druck. Im Jahr 2025 brach der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden auf 5,3 Milliarden Euro ein, nachdem er bereits 2024 um 28,4 Prozent gesunken war.
Im zweiten Quartal dieses Jahres verbuchte Mercedes-Benz zwar seit längerer Zeit wieder ein Plus beim Konzerngewinn. Das schwache China-Geschäft belastete jedoch weiterhin die Pkw-Sparte. Von April bis Juni stieg das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro.
Quelle: dpa/bearbeitet
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber