September in Bayern deutlich zu warm, trocken und außergewöhnlich sonnig
Der September hat in Bayern nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) spürbar über dem langjährigen Mittel gelegen. Ausschlaggebend waren vor allem Hitze zu Monatsbeginn und eine ungewöhnlich milde Phase zum Monatsende. Nach Einschätzung des DWD könnte der September 2026 im Freistaat sogar zu den fünf sonnigsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951 gehören.
Im Monatsdurchschnitt rechnet der Wetterdienst für Bayern mit einer Temperatur von 15,3 Grad. Das entspricht einem Plus von 2,5 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittelwert von 12,8 Grad. Besonders hohe Werte wurden am 8. September gemessen: In München-Stadt sowie in Gottfrieding im Landkreis Dingolfing-Landau stieg das Thermometer jeweils auf 33,4 Grad.
Wechsel zwischen Sommerhitze und erstem Frost
Auf die markante Wärme zu Beginn des Monats folgte in der dritten Septemberdekade zunächst eine deutlich kühlere Phase. Örtlich trat sogar bereits leichter Luftfrost auf. Im Alpenvorland mussten Autofahrer mancherorts erstmals in diesem Herbst ihre Autoscheiben freikratzen. Der anschließende erneute Temperaturanstieg zum Monatsende sei jedoch auch in Bayern ein außergewöhnliches Wetterereignis gewesen, so die Meteorologen.
Deutlich zu wenig Regen, dafür viel Sonne
Neben der Wärme fiel der September im Freistaat auch klar zu trocken aus. Mit etwa 36 Litern Niederschlag pro Quadratmeter wurde nur rund die Hälfte des üblichen Klimawerts von 72 Litern erreicht. Gleichzeitig zeigte sich die Sonne besonders häufig: 218 Sonnenstunden bedeuten ein Plus von rund 36 Prozent.
Auffällige Wärmephase auch in ganz Deutschland
Nicht nur in Bayern, auch bundesweit war der September von einem Mix aus sommerlicher Wärme und bereits herbstlich kühlen Nächten sowie frischeren Tagen geprägt. Zum Monatsende setzte laut DWD eine Wärmeperiode ein, die im klimatologischen Vergleich als außergewöhnlich einzustufen sei und die viele Menschen in Deutschland in dieser Form kaum aus eigener Erfahrung kennen dürften.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber