Stefan Mross spricht über die Absetzung seiner Sendung
Stefan Mross hat sich erstmals ausführlich zum Aus der ARD-Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ geäußert. Im Interview mit der „Bild“ sagte der 50-Jährige, die Entscheidung habe ihn und sein Umfeld schwer getroffen. An dem Tag seien Tränen geflossen – bei ihm, bei seiner Lebensgefährtin und auch bei vielen Mitarbeitenden der Sendung, die nun ihre Jobs verlieren.
Bereits im März hatte die ARD bekanntgegeben, dass die kommende Staffel der vom SWR produzierten Unterhaltungsshow die letzte sein wird.
Nach eigenen Angaben war Mross von der Entscheidung völlig überrascht. Er sei zu dem Treffen mit der Erwartung gegangen, gemeinsam mit seinem Produzenten und den Verantwortlichen über die Zukunft des Formats zu sprechen. Stattdessen sei ihm klar mitgeteilt worden, dass die Show nach 21 Jahren mit ihm als Moderator eingestellt werde. Für ihn sei „Immer wieder sonntags“ sein Leben gewesen.
Letzte Staffel startet Ende Mai
Seit 2005 moderiert der gebürtige Bayer die Live-Sendung im Ersten. Ab Ende Mai sollen die letzten 13 Folgen ausgestrahlt werden.
Mit Blick auf seine Zukunft zeigte sich Mross nachdenklich, aber auch zuversichtlich. Er räumte ein, Angst vor dem Kommenden zu haben. Zugleich betonte er, immer einen Plan B gehabt zu haben.
Neue Tour statt Reality-TV
An Reality-TV hat Mross nach eigener Aussage kein Interesse, obwohl es bereits Angebote gegeben habe. Stattdessen will er im kommenden Jahr mit einer eigenen Tournee unter dem Titel „Immer wieder Stefan“ auf die Bühne gehen. Nach seinen Angaben sind bereits 60 Termine geplant.
SWR äußert sich nicht zu Details
Der SWR wollte sich auf Anfrage nicht näher zu den Hintergründen äußern. Eine Sprecherin erklärte, der Sender lege großen Wert auf die Vertraulichkeit interner Gespräche und halte sich an entsprechende Vereinbarungen. Deshalb werde man keine weiteren Einzelheiten nennen.
Die ARD hatte das Ende der seit insgesamt rund 30 Jahren laufenden Sendung mit Sparmaßnahmen begründet. Gelder sollen einerseits eingespart und andererseits in neue digitale Unterhaltungsformate investiert werden. Zudem wollen ARD und SWR künftig stärker ein jüngeres Publikum ansprechen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion