Senta Berger hat offen darüber gesprochen, dass sie die Schauspielerei immer wieder auch als verletzend und entwürdigend erlebt habe. Im Gespräch mit dem Magazin „stern“ sagte die 85-Jährige, Absagen nach Probeaufnahmen seien jedes Mal schmerzhaft. Wenn andere für eine Rolle ausgewählt würden, stelle sich unweigerlich die Frage, warum man selbst nicht genüge. Das lasse einen nicht kalt und löse ein Gefühl von Ohnmacht aus.
Derzeit ist Berger für ihre Darstellung in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste weibliche Hauptrolle nominiert. Bereits vor fünf Jahren war sie dort für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden.
Auch über den Verlust nahestehender Menschen sprach die Schauspielerin sehr persönlich. Mit Blick auf den Tod ihres Mannes Michael Verhoeven sowie ihres langjährigen Freundes und Filmpartners Mario Adorf sagte sie, dass der Schmerz nicht nachlasse. Jeder Verlust eines geliebten Menschen sei aufs Neue grausam, daran gewöhne man sich nicht.
Verhoeven war im April 2024 im Alter von 85 Jahren gestorben – kurz vor dem Start der Dreharbeiten zu „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. Mario Adorf starb am 8. April dieses Jahres im Alter von 95 Jahren in Frankreich.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion