Tiefe Einblicke in die Arbeit der Toten Hosen und eine überraschende persönliche Nachricht von Campino: In einer neuen Dokumentation über die Düsseldorfer Punkband berichtet der Sänger, dass er noch einmal Vater geworden ist.
Der 63-Jährige sagt in dem Film, er habe sich seinen Weg in Richtung Ruhestand eigentlich anders vorgestellt. Daraus werde nun aber nichts. Die Doku ist eine Produktion von SWR und NDR und feierte am Abend in einem Mainzer Kino Premiere. Vor Ort waren unter anderem Campino, Bassist Andi Meurer und Schlagzeuger Vom Ritchie.
"Das Leben macht oft andere Pläne"
Bei einer Gesprächsrunde nach der Vorführung erklärte Campino, kaum etwas zeige so deutlich, dass das Leben eigene Wege gehe. Man könne noch so viel planen, und trotzdem komme alles anders. Die Geburt eines Kindes sei dabei wohl die schönste Wendung, sagte er. Man müsse das Leben so annehmen, wie es komme. Er sehe sich nun wieder dabei, Spielzeugautos über den Teppich zu schieben – und fühle sich gut damit.
Das Kind wurde während der rund zweijährigen Arbeit am aktuellen Studioalbum der Band geboren. Die Platte trägt den Titel „Trink aus, wir müssen gehen!“ und erscheint zusammen mit dem Bonusalbum „Alles muss raus!“ am 29. Mai. Für Campino ist es das zweite Kind; bereits 2004 wurde sein erster Sohn geboren.
Doku begleitet die Band über zwei Jahre
Für den Film „Die Toten Hosen – Das letzte Album“ ließ sich die Band über einen Zeitraum von zwei Jahren bei der Entstehung der neuen Musik begleiten. Campino bezeichnete die Dokumentation nach der Premiere als ein schönes Geschenk für die Band. Unter den Gästen in Mainz war auch sein Freund, Fußballtrainer Jürgen Klopp.
Ab Mittwoch, 20. Mai, ist die Dokumentation von Regisseur Eric Friedler in der ARD Mediathek verfügbar. Im Fernsehen läuft sie am Samstag, 23. Mai, um 23.25 Uhr im Ersten – direkt im Anschluss an das DFB-Pokalfinale.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion