Der Motorsägen- und Gartengerätehersteller Stihl spürt die schwache Weltkonjunktur deutlich. Unternehmenschef Michael Traub sagte in Waiblingen bei Stuttgart, das Ziel bestehe darin, das Umsatzniveau im Jahr 2026 zu halten. Das erste Quartal habe verhalten begonnen, zugleich sei bei den Kunden eine klare Zurückhaltung erkennbar.
Im vergangenen Jahr steigerte Stihl den Umsatz um 2,8 Prozent auf 5,48 Milliarden Euro. Damit kam das Familienunternehmen fast wieder an den Corona-Sonderrekord von 5,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2022 heran. Traub sprach für 2025 von einem zufriedenstellenden Ergebnis. Angaben zum Gewinn veröffentlicht Stihl traditionell nicht. Angesichts anhaltender Handelskonflikte, geopolitischer Unsicherheiten und der daraus folgenden Kaufzurückhaltung sei das Umsatzziel für das laufende Jahr jedoch eine Herausforderung.
Kein weiterer Personalabbau geplant
Nachdem Stihl 2025 unter anderem in Deutschland Arbeitsplätze abgebaut hatte, sind derzeit keine zusätzlichen Kürzungen vorgesehen. Ende 2025 arbeiteten am deutschen Stammsitz noch mehr als 5.800 Beschäftigte, nach etwas über 6.000 im Jahr zuvor. Zum deutschen Verbund zählen mehrere Standorte in der Region Stuttgart sowie Werke im Landkreis Konstanz und in Weinsheim in Rheinland-Pfalz.
Als Grund für den Personalabbau in Deutschland nannte das Unternehmen den gleichzeitigen Ausbau der Belegschaft in China. Weltweit beschäftigte Stihl zum Jahresende 20.246 Menschen und damit 2,6 Prozent mehr als Ende 2024. Eine Rolle spielte dabei auch das neue Werk in Rumänien, das Ende 2025 den Betrieb aufgenommen hat.
Akku-Geräte gewinnen weiter an Bedeutung
In Rumänien entstand nach Unternehmensangaben das erste Stihl-Werk, das ausschließlich Akkupacks und Akku-Geräte produziert. Traub bekräftigte das Ziel, dass bis 2035 vier von fünf verkauften Stihl-Geräten mit Akku betrieben werden sollen.
Die Nachfrage entwickelt sich weiter in diese Richtung: Ende 2025 entfielen 27 Prozent des weltweiten Absatzes auf Akku-Produkte, ein Jahr zuvor waren es noch 25 Prozent.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion