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Maximilian Brückner: Zweite Chancen im Himmel?

Maximilian Brückner träumt vom Jenseits als zweiter Chance – doch seine Filmtochter stellt Vergebung radikal infrage.

25.05.2026, 05:30 Uhr

Maximilian Brückner findet die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod reizvoll

Der Schauspieler Maximilian Brückner kann der Idee eines Weiterlebens nach dem Tod einiges abgewinnen. Gegenüber der dpa in München sagte der 47-Jährige, dass er nur zu gern daran glauben würde.

In seinem neuen Kinofilm „Ein Münchner im Himmel“ verkörpert Brückner den Taxifahrer Wiggerl. Die Figur erhält nach ihrem Tod die Möglichkeit, noch einmal auf die Erde zurückzukehren, um sich mit ihrer Tochter Toni zu versöhnen. Für Brückner steckt in diesem bayerisch geprägten Himmelsbild vor allem der Gedanke einer zweiten Chance: Wenn dort oben tatsächlich alle zusammenkämen, könne man sich bei den Menschen entschuldigen, denen man Unrecht getan habe.

Im Film „Ein Münchner im Himmel“ spielen Brückner und Momo Beier Vater und Tochter.

Ob es nach dem Tod tatsächlich weitergeht, lasse sich letztlich nicht beantworten, meinte Brückner mit einem Lachen. Niemand sei bisher zurückgekommen, daher bleibe nur Spekulation. Umso wichtiger sei es aber, schon im Leben Versöhnung zu suchen und Vergebung zuzulassen. Aus seiner Sicht sei es dafür nie zu spät – eine zweite Chance oder eine Entschuldigung seien immer möglich.

Verzeihen ohne sich selbst zu verlieren

Brückners Filmpartnerin Momo Beier, die Wiggerls Tochter Toni spielt, verweist auf die Schwierigkeiten des Verzeihens. Ihre Figur muss sich damit auseinandersetzen, ob sie ihrem Vater vergeben kann, obwohl er sie über Jahre vernachlässigt hat.

Die 19-Jährige sagte, sie habe durch die Rolle gelernt, wie schmal der Grat dabei sein kann: Einerseits gehe es darum, Menschen ihre Fehler nachzusehen, andererseits dürfe man sich selbst dabei nicht verraten oder zu viel hinnehmen. Sonst bleibe womöglich lebenslanger Groll zurück. Manchmal habe Verzeihen auch eine egoistische Seite, weil es auf Dauer schlicht zu anstrengend sei, wütend zu bleiben.

Momo Beier und Maximilian Brückner
Im Film «Ein Münchner im Himmel» spielt Brückner (r) mit Momo Beier (l) Vater und Tochter. (Archivbild) Quelle: Felix Hörhager/dpa

Im Film spielt auch das Thema Versöhnung eine zentrale Rolle.

Zwischen Lebensfreude und Vergänglichkeit

Brückners persönlicher Rat lautet, das Leben bewusst zu genießen und sich zugleich seiner Endlichkeit bewusst zu bleiben. Man solle sich irgendwo zwischen „Carpe Diem“ und „Memento Mori“ bewegen, sagte er. Entscheidend sei, im Hier und Jetzt zu leben und das für sich bestmögliche Leben zu führen – auch wenn das für jeden Menschen etwas anderes bedeute.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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