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Nach der Transplantation: Mette-Marit darf heim

Neue Lunge, Sohn im Hausarrest: Nach Schicksalsschlägen erlebt Mette-Marit jetzt ein brisantes Wiedersehen daheim.

14.07.2026, 13:18 Uhr

Gute Nachrichten für das norwegische Königshaus: Kronprinzessin Mette-Marit ist rund vier Wochen nach ihrer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nach Angaben des Hofes ist der Zustand der 52-Jährigen den Umständen entsprechend stabil. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass auch ihr ältester Sohn, Marius Borg Høiby, das Gefängnis verlassen darf und seinen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel antreten kann.

Kronprinz Haakon äußerte sich erleichtert über die Entwicklung. Er sei sich bewusst, dass der Heilungsprozess noch viel Zeit brauche, sagte er, doch es sei ein großer Schritt, dass seine Frau nun so weit gekommen sei.

Nach Angaben von Are Holm, dem Leiter der Lungenabteilung am Rikshospitalet, steht Mette-Marit in den kommenden sechs Monaten ein intensives Rehabilitationsprogramm bevor. In dieser Zeit soll sie eng medizinisch überwacht werden, um mögliche Komplikationen wie Infektionen oder Abstoßungsreaktionen frühzeitig zu erkennen. Bis sich ihr Gesundheitszustand vollständig eingependelt habe, könne es im Regelfall etwa ein Jahr dauern. Offizielle Termine wird sie während der Reha nicht wahrnehmen.

Dank an Ärzte und andere Betroffene

Bei Mette-Marit war bereits 2018 eine unheilbare Lungenfibrose festgestellt worden. Die Erkrankung führt zu Vernarbungen des Lungengewebes und kann unter anderem Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten auslösen. Trotz der Diagnose nahm sie zunächst weiter öffentliche Aufgaben wahr. In den vergangenen Monaten verschlechterte sich ihr Zustand jedoch deutlich. Am norwegischen Nationalfeiertag im Mai zeigte sie sich noch in Tracht und mit Sauerstoffgerät. Im Juni erhielt sie schließlich eine Spenderlunge, kurz nachdem sie auf die Warteliste gesetzt worden war.

Die Kronprinzessin bedankte sich bei ihren Ärzten, dem Pflegepersonal und allen Menschen, die sie begleitet und unterstützt haben. Besonders hob sie jene hervor, die sich für eine Organspende entscheiden. Dieses Geschenk habe ihr das Leben gerettet, erklärte sie, und ihre Dankbarkeit lasse sich kaum in Worte fassen. Zugleich richtete sie sich an andere Menschen mit derselben Krankheit. Mit Fibrose zu leben verlange enorme Kraft, betonte sie, und sie denke täglich an die Stärke ihrer Mitbetroffenen.

Wiedersehen mit ihrem Sohn

Zu Hause wird Mette-Marit auch ihren Sohn Marius Borg Høiby wiedersehen. Der 29-Jährige war im Juni, kurz vor der Operation seiner Mutter, nach norwegischem Recht wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Ein Gericht in Oslo hatte am Montag entschieden, dass die Untersuchungshaft um vier Wochen verlängert wird, Høiby diese Zeit jedoch im Hausarrest mit elektronischer Fußfessel verbringen darf. Da die Staatsanwaltschaft zunächst Einspruch eingelegt hatte, verzögerte sich seine Freilassung. Inzwischen hat sie ihren Widerstand jedoch aufgegeben.

Gegen das Urteil hat Høiby Berufung eingelegt. Ein Verfahren in der nächsten Instanz könnte im kommenden Jahr stattfinden. Ob er bis dahin weiter unter Hausarrest bleibt, ist bislang offen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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