Ellen Burstyn erhält in Venedig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk
Die US-Schauspielerin Ellen Burstyn wird bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt. Das teilte die Festivalleitung mit. Die 93-Jährige gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern des amerikanischen Kinos. Bekannt ist sie unter anderem aus „Der Exorzist“, „Alice lebt hier nicht mehr“ und „Interstellar“.
Burstyn wurde im Lauf ihrer Karriere sechsmal für den Oscar nominiert und gewann die Auszeichnung einmal. Zu ihren bekannteren jüngeren Rollen zählt ihr Auftritt als Mutter der First Lady in der Streamingserie „House of Cards“.
Burstyn reist zur Verleihung nach Venedig
Festivaldirektor Alberto Barbera würdigte Burstyn als Schauspielerin, die das US-Kino über mehr als 50 Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt habe. Besonders hob er hervor, dass sie ihren Frauenfiguren stets Tiefe und Komplexität verliehen habe.
Die Schauspielerin kündigte an, trotz ihres hohen Alters im September persönlich in die Lagunenstadt zu reisen, um den Preis entgegenzunehmen. Venedig sei eine ihrer absoluten Lieblingsstädte weltweit. Entsprechend emotional reagierte sie auf die Ehrung und erklärte, sie fühle sich sehr geehrt, glücklich und dankbar.
Auch George Clooney wird ausgezeichnet
Ebenfalls mit einem Goldenen Löwen für das Lebenswerk geehrt wird in diesem Jahr George Clooney. Die Auszeichnung für den 65-jährigen Hollywood-Star war bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden. Clooney kommentierte den Preis mit den Worten, das bedeute wohl, dass er alt sei – er nehme ihn aber trotzdem an.
Festival im September
Die Film-Biennale von Venedig, auch bekannt als Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica, findet in diesem Jahr vom 2. bis 12. September statt. Sie zählt zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt.
Welche Filme im Wettbewerb laufen, soll später in diesem Monat bekanntgegeben werden. In der Vergangenheit waren darunter häufig Produktionen, die anschließend auch bei den Oscars ausgezeichnet wurden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber