Bremen

Artemis-Crew feiert Europas Ingenieure

Ohne Deutschland kein Flug zum Mond? Die Artemis-2-Crew stoppt hier – und verrät, warum Europas Technik entscheidend war.

14.07.2026, 16:55 Uhr

Die Besatzung der Mondmission „Artemis 2“ hat sich persönlich bei Ingenieurinnen und Ingenieuren in Deutschland und Europa für deren Arbeit bedankt. Bei einem Besuch im Airbus-Werk in Bremen sagte der US-Astronaut Victor Glover, die Crew habe den Fachleuten ihr Leben anvertraut.

Sein US-Kollege Reid Wiseman betonte, dass die Mission erfolgreich verlaufen sei und die Crew gesund zurückgekehrt sei. Das zeige eindrucksvoll, was die Teams geleistet hätten. Das Wichtigste sei gewesen, sicher zu den Familien nach Hause zurückzukehren. Genau das hätten die Ingenieurinnen und Ingenieure möglich gemacht, sagte Wiseman und bedankte sich im Namen der Crew „aus tiefstem Herzen“.

Die Astronautinnen und Astronauten der „Artemis“-Missionen fliegen mit einer „Orion“-Kapsel. Das daran angedockte European Service Module (ESM), das unter anderem Sauerstoff, Wasser, Strom und den Antrieb bereitstellt, wird im Bremer Airbus-Werk gebaut.

Wiseman und Glover hatten die Mission im April gemeinsam mit der US-Astronautin Christina Koch und dem Kanadier Jeremy Hansen erfolgreich absolviert. Während des Flugs umrundete die vierköpfige Crew einmal den Mond und entfernte sich weiter von der Erde als jemals zuvor Menschen. Erstmals seit mehr als 50 Jahren befanden sich damit wieder Menschen in Mondnähe. Zugleich war es der erste bemannte Flug zum Erdtrabanten seit „Apollo 17“ im Jahr 1972.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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