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Sam Neill: Todesgerücht um den Star

Ein Kino-Gigant ist tot: «Jurassic Park»-Star Sam Neill prägte Generationen – jetzt erschüttert sein Tod Fans weltweit.

13.07.2026, 12:49 Uhr

Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill, weltweit bekannt durch seine Rolle in „Jurassic Park“, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Familie starb er am Montag im Kreis seiner Angehörigen in Sydney. Die Nachricht wurde von der Familie auf Instagram veröffentlicht; auch ein Familiensprecher bestätigte den Tod laut dem britischen Sender ITV.

Neill galt als einer der vielseitigsten Darsteller seiner Generation. Er war nie der lauteste Star Hollywoods, wurde aber gerade wegen seiner Wandlungsfähigkeit und seiner stillen Präsenz hoch geschätzt.

Neuseelands Premierminister Christopher Luxon würdigte den Schauspieler auf der Plattform X als „einen der Großen“. Seine Filme würden noch lange von kommenden Generationen gesehen und geschätzt werden. Auch Australiens Regierungschef Anthony Albanese erklärte, Neill werde vielen Menschen fehlen und unvergessen bleiben.

Durchbruch mit „Jurassic Park“

Seinen internationalen Durchbruch feierte Sam Neill 1993 mit der Rolle des Paläontologen Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs Blockbuster „Jurassic Park“. In der Verfilmung des Romans von Michael Crichton stand er gemeinsam mit Laura Dern und Jeff Goldblum vor der Kamera. Viele Jahre später kehrte er in „Jurassic World: Dominion“ erneut in diese Rolle zurück.

Im selben Jahr war Neill auch in Jane Campions gefeiertem Drama „Das Piano“ zu sehen. Darin spielte er den Ehemann einer stummen Engländerin, dargestellt von Holly Hunter, die sich in ihren Nachbarn, gespielt von Harvey Keitel, verliebt.

Vielseitiger Charakterdarsteller

Auch jenseits seiner Dinosaurier-Rolle prägte Neill zahlreiche Filme. Er spielte unter anderem mit Meryl Streep in „Ein Schrei in der Dunkelheit“ (1988), mit Sean Connery in „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), in Wim Wenders’ „Bis ans Ende der Welt“ (1991), in Robert Redfords „Der Pferdeflüsterer“ (1998) sowie in „Escape Plan“ (2013) an der Seite von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger.

Leben mit dem Krebs

Bereits 2023 hatte Neill öffentlich gemacht, dass er an Krebs erkrankt war. Nach einem Bericht der australischen Nachrichtenagentur AAP war bei ihm bereits im März 2022 eine seltene und aggressive Form des Non-Hodgkin-Lymphoms festgestellt worden. Im April hatte er demnach nach einer klinischen Studie in Australien bekanntgegeben, krebsfrei zu sein.

In seinen 2023 erschienenen Memoiren „Did I Ever Tell You This?: Movies, Life, Love and Other Catastrophes“ schrieb Neill offen über seine Erkrankung und seinen Umgang mit dem Tod. Demnach sagte er, er habe keine Angst vor dem Tod, wolle aber nicht allein sterben. Jeder Tag, an dem man lebe, sei ein guter Tag.

Von Nordirland nach Neuseeland

Geboren wurde Sam Neill als Nigel Neill im nordirischen Omagh. Seine Mutter Priscilla war Britin, sein Vater Dermot Neill ein Neuseeländer und Oberst in der britischen Armee. Als Sam sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Neuseeland. Dort bat er seine Mitschüler, ihn Sam zu nennen, weil ihm „Nigel“ zu geschniegelt vorkam. Berichten zufolge kämpfte er als Kind zudem mit einer Sprachstörung und stotterte.

Winzer mit Humor und Tierfreund

Neben der Schauspielerei war Neill auch als Winzer bekannt. Mehr als zwei Jahrzehnte betrieb der Familienvater und Großvater auf der neuseeländischen Südinsel das Weingut „Two Paddocks“, das besonders für seine Pinot-Noir-Weine bekannt wurde. Mit gewohntem Humor sagte er einmal, ursprünglich habe er nur ein paar hundert Kisten eines trinkbaren Weins herstellen wollen – umso größer sei die Überraschung gewesen, als sich der erste Jahrgang als „ziemlich gut“ erwies.

Auch seine Tierliebe war legendär: Immer wieder sorgte er mit den Namen seiner Tiere für Aufmerksamkeit – darunter ein Huhn namens Meryl Streep, Schafe namens Susan Sarandon und Anjelica Huston sowie eine Kuh namens Helena Bonham Carter.

Weggefährten nehmen Abschied

Regisseur Colin Trevorrow, der mit Neill an „Jurassic World: Dominion“ gearbeitet hatte, beschrieb ihn als einen tief empfindsamen und außergewöhnlichen Menschen. Laut britischen Medien sagte Trevorrow, Neill sei in schwierigen Zeiten ein Freund und verlässlicher Begleiter gewesen, dessen Stärke auch anderen Halt gegeben habe.

Er werde ihn besonders für seine ruhige Art, seine Leidenschaft für Wein und die souveräne Ausstrahlung in Erinnerung behalten, die er seinen Rollen verlieh. Eine Freundschaft mit einer solchen Filmlegende sei für ihn ein besonderes Geschenk gewesen, sagte der Regisseur.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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