Sarah Engels ist Top-Act beim Cologne Pride in Köln
Beim ESC-Finale in Wien landete sie zwar nur auf dem drittletzten Platz, in ihrer Heimatstadt Köln übernimmt Sarah Engels nun aber eine Hauptrolle: Die Sängerin ist der Top-Act auf der Hauptbühne des diesjährigen Cologne Pride. Ihr Auftritt auf dem Heumarkt ist nach Angaben der Veranstalter für den Abend des 5. Juli geplant – also für den Sonntag, an dem auch die große CSD-Demonstration durch Köln stattfindet.
In den vergangenen Jahren standen beim Kölner Pride vor allem Bands als größte Namen auf der Bühne, nicht einzelne Popstars. 2025 war das Culcha Candela, 2024 Tokio Hotel. Dass Sarah Engels 2026 diese Position einnimmt, war bereits entschieden, bevor feststand, dass sie überhaupt beim Eurovision Song Contest antreten würde.
Neues dauerhaftes Motto
Der Kölner Pride setzt ab diesem Jahr auf ein allgemeiner gefasstes Leitmotiv, das laut Veranstaltern wohl nicht mehr jährlich wechseln soll. Es lautet: „Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark!“
Zu den zentralen Forderungen der Demonstration am 5. Juli zählen unter anderem eine Ergänzung von Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes um die Merkmale sexuelle und geschlechtliche Identität, der Schutz und Erhalt von Community- und Beratungsangeboten trotz knapper öffentlicher Mittel sowie ein entschlosseneres Vorgehen gegen Hasskriminalität und Hate Speech. Start der Demo ist um 11.30 Uhr an der Deutzer Brücke.
Zwei Wochen Programm beim größten CSD Deutschlands
Nach eigener Darstellung ist der Cologne Pride der größte Christopher Street Day in Deutschland. Das Programm läuft in diesem Jahr vom 19. Juni bis 5. Juli und umfasst mehr als 120 Veranstaltungen. Geplant sind unter anderem Partys, Lesungen, Diskussionen, ein Straßenfest vom 3. bis 5. Juli sowie die große Abschlussdemo.

International besonders groß fällt in diesem Jahr der Pride in Amsterdam aus, der als EuroPride und WorldPride veranstaltet wird. Er findet vom 25. Juli bis 8. August statt, Höhepunkt ist die Grachten-Demonstration, die Canal Parade, am 1. August. Von Köln aus ist Amsterdam bekanntlich näher gelegen als Berlin.
Mit dem CSD wird an die Proteste der queeren Community aus dem Jahr 1969 in der New Yorker Christopher Street erinnert. Heute stehen bei diesen Veranstaltungen vor allem Sichtbarkeit, gesellschaftliche Anerkennung und die Gleichstellung queerer Menschen im Mittelpunkt – darunter Schwule, Lesben und trans Menschen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion